Freitag, Juni 24, 2022
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Stiftung Warentest kritisiert den Farbstoff in der Zahnpasta

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Stiftung Warentest bemängelt, dass Zahnpasta oft Titandioxid enthält. Das Farbpigment steht im Verdacht, das Erbgut zu schädigen – und ist deshalb künftig in Lebensmitteln verboten.

Laut Stiftung Warentest werden viele Zahnpasten mit unnötigen und möglicherweise schädlichen Farbstoffen verkauft. Wie die Produkttester heute mitteilten, enthielten 21 von 31 getesteten Zahnpasten Titandioxid. Der Farbstoff verleiht der Zahnpasta eine strahlend weiße Farbe, steht aber im Verdacht, das Erbgut zu schädigen, wenn er in den Körper gelangt.

„Da beim Zähneputzen manchmal Zahnpasta verschluckt werden kann und Titandioxid für die Zahnpflege unnötig ist, empfiehlt die Stiftung Warentest aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes Zahnpasta ohne den Farbstoff“, so die gemeinnützige Verbraucherorganisation.

Titandioxid galt lange Zeit als unbedenklich und war früher zum Beispiel in Backwaren enthalten. Im Mai 2021 stufte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit den Stoff jedoch als „nicht mehr sicher“ ein. Ab kommenden August ist Titandioxid in Lebensmitteln EU-weit verboten. In Kosmetika wie Zahnpasta ist es weiterhin erlaubt.

Laut Stiftung Warentest enthält Zahnpasta jedoch normalerweise nur bis zu einem Prozent Titandioxid – ein weißer Farbpigment mit hoher Deckkraft. Es wird auch Lippenstiften oder Sonnenschutzmitteln zugesetzt. Ob Lebensmittel den Farbstoff enthalten, erkennen Verbraucher am Zusatzstoff „E 171“. Kosmetika sind mit den Worten „CI 77891“ oder „Titanium Dioxide“ gekennzeichnet.

Die Produkttester empfehlen, bei der Wahl der Zahnpasta auf ausreichend Fluorid zu achten. Der Stoff ist wichtig für den Schutz vor Karies. Vier der getesteten Produkte enthielten kein Fluorid und wurden daher als ungenügend bewertet.

Fünf Zahnpasten konnten den Produkttest mit der Bestnote „sehr gut“ abschließen. Die günstigsten Testsieger waren laut Stiftung Warentest bereits für unter einem Euro pro 100 Milliliter zu haben.



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