Donnerstag, Juni 23, 2022
StartNACHRICHTENStreit um Milliardendeal Australien entschädigt französische U-Bootbauer

Streit um Milliardendeal Australien entschädigt französische U-Bootbauer

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Im vergangenen Jahr hat Australien vereinbart, mehrere Atom-U-Boote mit den Vereinigten Staaten zu liefern. Das platzte den Deal mit einem französischen Hersteller – und sorgte in Paris für viel Ärger. Eine Zahlung soll Frankreich nun besänftigen.

Australien zahlt dem französischen Schiffbauer Naval Group Schadensersatz in Millionenhöhe, um Vertragsstreitigkeiten nach einem gescheiterten U-Boot-Deal zu beenden. Der neue australische Premierminister Anthony Albanese kündigte an, dass das Unternehmen 555 Millionen Euro erhält, um einen jahrelang bestehenden milliardenschweren Vertrag zum Kauf französischer U-Boote aufzulösen. Albanese sprach von einer „fairen und gerechten Einigung“. Der U-Boot-Streit hatte die Beziehungen zwischen Canberra und Paris monatelang belastet.

Australien, die Vereinigten Staaten und Großbritannien bildeten im vergangenen September eine indo-pazifische Allianz, die den Bau von Atom-U-Booten für Australien beinhaltet. Dass Australien daraufhin einen Auftrag über zwölf dieselbetriebene französische U-Boote stornierte, sorgte in Paris für empörte Reaktionen.

Der französische Präsident Emmanuel Macron beschuldigte den damaligen australischen Premierminister Scott Morrison öffentlich der Lüge und zog sogar den französischen Botschafter aus Canberra ab. Erst als Albanese im Mai zum neuen australischen Premierminister gewählt wurde, beruhigten sich die Dinge.

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