Donnerstag, September 23, 2021
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Strengere Corona-Regeln – diese Bundesländer setzen auf 2G

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Für die weitere Bekämpfung der Pandemie im Herbst und Winter verschärfen immer mehr Bundesländer die Corona-Auflagen – teilweise mit strengeren Zugangsregeln für Ungeimpfte. Ein Überblick.

Immer mehr Bundesländer unterscheiden Corona-Regeln im Herbst und Winter stärker zwischen Geimpften und Ungeimpften. Hessen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Brandenburg und Sachsen kündigten am Dienstag neue Möglichkeiten für Betreiber und Veranstalter an, wonach nur Geimpfte und Genesene Zutritt zu Innenräumen erhalten – nicht aber negativ getestete. Dann sollten auch Bedingungen entfallen können.

Der kürzlich verabschiedete neue Benchmark zur Beurteilung der Corona-Situation, insbesondere anhand von klinischen Patienten, tritt am Mittwoch in Kraft.

Die Übersicht über die neuen Regelungen:

Beim Thema Impfungen lassen sich zwei Drittel (66,6 Prozent) aller Menschen in Deutschland mindestens einmal impfen. 51,8 Millionen Menschen oder 62,3 Prozent aller Einwohner sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) inzwischen mit der meist notwendigen zweiten Spritze vollständig geimpft. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) forderte eine bundesweite Aktionswoche bis Sonntag, um Impfmöglichkeiten zu nutzen – 1.100 Aktionen gibt es nach Angaben der Bundesregierung inzwischen in allen Bundesländern.

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) sagte auf RTL/ntv: “Man muss sich jetzt impfen lassen, um mit beiden Impfungen im Herbst und Winter volle Immunität zu haben.” Als Mediziner sagte er auch zu möglichen zusätzlichen Anreizen für Impfungen: “Eine große Belohnung für die Impfung wäre aus ethischer Sicht falsch. Die Impfung selbst ist bereits der Vorteil.”

Von Bundestag und Bundesrat beschlossene Corona-Neuregelungen wurden am Dienstag im Bundesgesetzblatt verkündet und treten heute in Kraft. Hauptmaßstab für die Einschätzung der Lage sollte daher die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken sein. Dies soll die Orientierung an den Infektionszahlen ersetzen, die wegen der Impfungen nicht mehr als aussagekräftig erachtet werden. Es sollten jedoch auch andere Indikatoren berücksichtigt werden. Die Länder sollten kritische Schwellenwerte festlegen. Auch Kitas, Schulen und Pflegeheime können nun Mitarbeiter nach ihrem Impfstatus fragen.

In den ersten Bundesländern haben nicht geimpfte Personen bei Verdienstausfall aufgrund angeordneter Quarantäne bald keinen Anspruch mehr auf Entschädigung. Bundes- und Landesgesundheitsminister wollen dazu am Mittwoch kommender Woche ein bundesweit einheitliches Vorgehen besprechen. Das Bundes-Infektionsschutzgesetz sieht dies bereits vor, wenn eine Segregation durch eine empfohlene Impfung hätte vermieden werden können.

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