Mittwoch, Januar 19, 2022
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Studenten setzen sich für Impfung ein Polizei verhindert Protest am Dresdner Klinikum

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Die sächsische Polizei stellt sich mit einem Großaufgebot den Anti-Maßnahmen-Demonstranten in Dresden entgegen. Es werden viele Anzeigen geschaltet. Währenddessen stehen Studenten der Universitätsklinik schützend um das Gelände herum und werben für die Corona-Impfung.

Mit einem Großaufgebot verhinderte die Polizei am Abend eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Dresden. In mehreren Gruppen des Telegram-Botendienstes wurde laut Polizei zu einem sogenannten Walk aufgerufen – beginnend in der Nähe der Universitätsklinik. Medizinstudenten positionierten sich schützend vor dem Klinikgelände. Sie standen in weißen Kitteln aufgereiht und trugen Schilder mit Aufschriften wie „Impfen statt schimpfen“ und „Keine Macht dem Rücksichtslosen“.

Die Polizei war mit zahlreichen Kräften im Einsatz. Im Fokus stand die Sicherung des Universitätsklinikums und des Sächsischen Landtages, auch ein größerer Aufzug durch die Innenstadt sollte verhindert werden. Wie die Polizei mitteilte, gab es am Abend einen vehementen Andrang potenzieller Teilnehmer in der Universitätsklinik. Die Beamten hätten sie angesprochen und damit verhindert, dass sich ein größerer Aufzug bildete.

Später wurden mehrere Gruppen im Stadtgebiet gefunden. Die Polizei hat die Identität von mehr als 200 Personen festgestellt und Verfahren gegen diese Ordnungswidrigkeiten wegen Verstoßes gegen die Sächsische Corona-Notstandsverordnung eingeleitet. Zudem wurden drei Strafanzeigen wegen Beleidigung und drei wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte gestellt.

Derzeit sind in Sachsen nur Demonstrationen mit maximal zehn Teilnehmern erlaubt. Die Polizei nahm die Personalien mehrerer Teilnehmer auf. Mindestens 45 Anzeigen wurden wegen Verstößen gegen die sächsische Corona-Notverordnung erfasst, wie die Polizei auf Twitter mitteilte.

Die Einsatzkräfte hatten das Gelände des Universitätsklinikums komplett gesichert. Polizeiautos seien an jedem Eingang geparkt, berichtete ein dpa-Reporter. Mehr als 1000 Beamte aus Sachsen und Thüringen sowie von der Bundespolizei waren im Einsatz. Außerdem wurden zwei Wasserwerfer und ein Räumpanzer eingesetzt. Ein Hubschrauber kreiste über der Stadt.

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