Freitag, Juni 24, 2022
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Studie: Alkoholkonsum von Teenagern auf Rekordtief

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Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist der Alkoholkonsum bei Jugendlichen stark rückläufig. Auch der Tabakkonsum geht zurück. Es wird jedoch mehr geraucht als früher.

Der regelmäßige Alkoholkonsum von Jugendlichen ist auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen gefallen. Laut einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gaben 8,7 Prozent der 12- bis 17-Jährigen an, im vergangenen Jahr mindestens einmal pro Woche Alkohol getrunken zu haben. 2011 waren es rund 14 Prozent und bei der ersten Befragung 1979 noch ein Viertel der Befragten, wie die BZgA mitteilte.

Auch der langfristige Trend zum regelmäßigen Trinken bei jungen Erwachsenen (18 bis 25 Jahre) ist rückläufig und lag im vergangenen Jahr bei 32 Prozent. Vor zehn Jahren lag der Anteil noch bei gut 40 Prozent, Ende der 1970er-Jahre bei 66 Prozent.

Auch das Rauchen wird der Studie zufolge immer unzeitgemäßer. Der Anteil junger Raucher ist seit 1997 kontinuierlich von damals 28 Prozent auf heute sechs Prozent gesunken. 83 Prozent der Zwölf- bis 17-Jährigen gaben sogar an, noch nie in ihrem Leben geraucht zu haben. Auch der Raucheranteil unter den jungen Erwachsenen ist langfristig rückläufig, stagniert aber seit 2014 bei rund 30 Prozent.

Die Hälfte der 18- bis 25-Jährigen hat Cannabis mindestens einmal konsumiert. Das ist der höchste Wert seit den 1970er Jahren. Rund neun Prozent der befragten Jugendlichen hatten Erfahrungen mit Cannabis, der bisherige Höchststand lag 2004 bei 15 Prozent.

„Prävention lohnt sich immer – das zeigen die Zahlen zu Alkohol und Tabak deutlich“, sagte Burkhard Blienert (SPD), der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen. Auch bei Cannabis ist eine wirksamere Prävention erforderlich. Die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene werde es laut Blienert insgesamt erleichtern, „offen und ehrlich über dieses Thema zu sprechen“. Er forderte Familien, Schulen und Vereine auf, über die gesundheitlichen Folgen von Alkohol-, Tabak- und Cannabiskonsum aufzuklären.

Die BZgA untersucht regelmäßig den Alkohol-, Tabak- und Cannabiskonsum von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland. Für die repräsentative Studie 2021 wurden zwischen April und Juni 2021 rund 7.000 Personen im Alter zwischen 12 und 25 Jahren telefonisch befragt.



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