Dienstag, Januar 31, 2023
StartNACHRICHTENStudie der DLRG Jedes fünfte Grundschulkind kann nicht schwimmen

Studie der DLRG Jedes fünfte Grundschulkind kann nicht schwimmen

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Die Zahl der Nichtschwimmer zwischen sechs und zehn Jahren hat sich in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt. Das geht aus einer Forsa-Umfrage für die DLRG hervor. Die Corona-Pandemie ist jedoch nur eine Erklärung.

Die Zahl der Nichtschwimmer im Grundschulalter hat sich innerhalb von fünf Jahren verdoppelt. Rund 20 Prozent der Kinder zwischen sechs und zehn Jahren konnten 2022 nicht schwimmen, wie eine Forsa-Umfrage für die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zeigt. 2017 lag der Anteil der Nichtschwimmer im Grundschulalter bei zehn Prozent. Wie die Umfrage weiter zeigt, sind weitere 23 Prozent der Kinder nach Angaben ihrer Eltern unsichere Schwimmer. Nur 57 Prozent schwimmen sicher, das sind etwa so viele wie vor fünf Jahren.

Allerdings geht die DLRG aufgrund der Angaben der Eltern zu den erworbenen Schwimmabzeichen davon aus, dass insgesamt sechs von zehn Kindern am Ende der Grundschule (58 Prozent) keine sicheren Schwimmer sind. Allzu oft verwechselten Mütter und Väter das vorbereitende Seepferdchen mit Schwimmen. Auch das ungewöhnliche Schwimmtraining während der Corona-Pandemie macht die DLRG für den hohen Nichtschwimmeranteil verantwortlich. So haben 37 Prozent der Jungen und Mädchen im Grundschulalter noch keinen Schwimmnachweis.

Auch der Anteil der Kinder mit Seepferdchen ist im Jahr 2022 im Vergleich zu 2017 von 69 auf 54 Prozent gesunken. Laut der Umfrage gibt es viel mehr Nichtschwimmer in ärmeren Haushalten. Die Hälfte (49 Prozent) der Kinder aus Haushalten mit einem monatlichen Nettoeinkommen von weniger als 2500 Euro kann nicht schwimmen. Bei einem Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 4000 Euro gilt dies hingegen nur für zwölf Prozent. Auch Menschen mit Hauptschulabschluss (14 Prozent) sind dreimal so häufig Nichtschwimmer und Menschen mit Migrationshintergrund (neun Prozent) doppelt so häufig Nichtschwimmer wie der Bevölkerungsdurchschnitt ab 14 Jahren .

Insgesamt die Hälfte der 2000 Befragten ab 14 Jahren gab an, gut oder sehr gut schwimmen zu können. „So wie Jungen und Mädchen lesen, schreiben und rechnen lernen, müssen sie auch schwimmen lernen“, warnte DLRG-Präsidentin Ute Vogt. „Wir müssen bis zum Ende der Grundschule so weit kommen, dass jedes Kind sicher schwimmen kann.“ Das gilt auch in der Energiekrise, in der eine ganze Reihe von Kommunen erwägen, ihre Bäder zu schließen.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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