Samstag, Oktober 1, 2022
StartNACHRICHTENSuche nach 24-jährigem Bergretter folgt "letzter Strohhalm"

Suche nach 24-jährigem Bergretter folgt "letzter Strohhalm"

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Die Suche nach einem vermissten 24-jährigen Bergsteiger aus Niedersachsen ist nicht ohne Risiko. Mehrmals muss er gestoppt werden, weil die Gefahr für die Helfer zu groß ist und die Hoffnung immer mehr schwindet. Jetzt orten die Bergretter ein Signal – und machen sich wieder auf den Weg.

Nach einem neuen Hinweis machten sich Bergretter in den Berchtesgadener Alpen am Nachmittag auf die Suche nach einem erneut verunglückten Bergsteiger. Ein Polizeisprecher sagte, das Signal sei mit einer speziellen Ortungstechnik an einem Hubschrauber von einer Felswand im Suchgebiet empfangen worden. Der Hubschrauber soll nun Bergretter ins Hochkalter-Gebiet bei Ramsau bringen, um den 24-Jährigen zu suchen.

„Das ist der letzte Strohhalm bei der Suche nach heute.“ Zuvor hatten die Bergretter die Suche nach dem verletzten Bergsteiger aus Niedersachsen aufgegeben, weil die Gefahr für die Helfer zu groß war. Der Hubschrauber habe daraufhin das Suchgebiet ein letztes Mal überflogen und das Signal aufgenommen, sagte der Polizeisprecher. Was das Signal auslöste, war zunächst unklar. Die Tracking-Technologie reagiert auf Halbleiter und Reflektoren, wie sie in manchen Outdoorjacken eingenäht sind.

Der 24-jährige Bergsteiger wird seit Samstag vermisst. Damals hatte er einen Notruf abgesetzt, weil er in einem Schneesturm knapp unterhalb des Gipfels des 2607 Meter hohen Hochkalters ausgerutscht war und sich im steilen und rutschigen Gelände kaum halten konnte. Nach mehreren Telefonaten brach der Kontakt ab.

Tagelang warteten die Retter einsatzbereit im Tal, bis am Mittwoch endlich ein Helikopter mit einer speziellen Ortungssonde abheben konnte. Dabei wurde zumindest der Rucksack des jungen Mannes gefunden. Auch ein Eurofighter der Bundeswehr war im Einsatz, der die Retter mit Ortungstechnik und hochauflösenden Luftbildern unterstützte.

Da aber auch diese keinen Hinweis auf den Verbleib der vermissten Person gaben, suchten drei Teams aus Bergrettern und Polizeibergführern mit Lawinensonden und elektronischen Ortungsgeräten die steile Rinne und die Felswände ober- und unterhalb der Fundstelle ab. Sie waren bei der Suche mit Seilen gesichert und hatten aufgrund der widrigen Bedingungen und des alpinen Geländes sowohl Eispickel – das sind spezielle Spitzhacken – als auch eine Lawinen-Notfallausrüstung dabei.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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