Donnerstag, Dezember 1, 2022
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Teilmobilisierung in vollem Gange Kreml meldet Rekrutierung von 200.000 Soldaten

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Russlands Präsident Putin will im Rahmen der Teilmobilmachung rund 300.000 Reservisten einziehen. Die Mehrheit sei inzwischen der Armee beigetreten, berichtet Verteidigungsminister Shoigu. Doch Experten aus London bezweifeln, dass für die Ausbildung der 200.000 Soldaten alles bereit ist.

Laut Verteidigungsminister Sergej Schoigu wurden im Rahmen der Teilmobilmachung in Russland bereits mehr als 200.000 Menschen eingezogen. „Die Ausbildung findet an 80 Ausbildungsstätten und in 6 Ausbildungszentren statt“, sagte er nach Angaben seines Ministeriums in Moskau. Kommandeure des Militärs und der Marine sollten dabei helfen, „Rekruten schnell an den Kampf anzupassen“ und zusätzliche Schulungen anzubieten.

Experten des britischen Verteidigungsministeriums hatten zuvor von erheblichen Problemen berichtet. Russland sei nicht mehr in der Lage, die große Zahl von Rekruten mit ausreichend Ausrüstung und militärischer Ausbildung zu versorgen, hieß es in der Tageszusammenfassung. Shoigu sagte, die Behörden seien angewiesen worden, die Rekruten mit der notwendigen Kleidung und Ausrüstung auszustatten und sie zu unterweisen.

Laut Schoigus Darstellung haben sich viele Freiwillige freiwillig gemeldet. Zahlen nannte er nicht. Niemand dürfe abgelehnt werden, „es sei denn, es liegen schwerwiegende Gründe vor“. Auch Wehrpflichtige, die ihren Dienst abgeleistet haben, sollen nach Hause zurückkehren. Unter den meist jungen Männern herrscht große Sorge, dass sie nach ihrem Wehrdienst in den Krieg in die benachbarte Ukraine geschickt werden könnten. Mit Blick auf den Krieg sagte Shoigu jedoch, sie sollten Einheiten zugeteilt werden, die nicht an der militärischen Spezialoperation beteiligt sind.

Russlands Präsident Wladimir Putin will offiziellen Angaben zufolge rund 300.000 Reservisten einziehen, um die besetzten Gebiete nach der Niederlage der russischen Armee in der Ukraine zu halten. Letzte Woche räumte der Präsident Fehler bei der Mobilisierung ein und kündigte an, sie zu korrigieren.

Die Mobilisierung löste eine Reihe von Protesten im ganzen Land aus. Zehntausende Männer im wehrfähigen Alter flohen vor der Wehrpflicht ins Ausland, hauptsächlich in die Nachbarländer. Kasachstan meldete am Dienstag innerhalb von zwei Wochen 200.000 Ankünfte aus Russland. Viele Russen hätten die Ex-Sowjetrepublik jedoch wieder verlassen.

Der kasachische Innenminister Marat Achmedschanow betonte, es werde keine Einreisebeschränkungen für russische Staatsbürger geben. Ihm zufolge wurden bisher 68 Einbürgerungsanträge gestellt.

Der kasachische Präsident Kassym-Schomart Tokajew hat Russen Schutz zugesagt, die vor der teilweisen russischen Mobilisierung nach Kasachstan fliehen. Russische Behörden versuchen, Wehrpflichtige an der Grenze herauszufiltern und haben zu diesem Zweck Ende September ein temporäres Mobilisierungszentrum am Grenzübergang Karausek in der Region Astrachan in Russland eröffnet.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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