Donnerstag, Juni 23, 2022
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Tesla-„Spionage“-Autos von der deutschen Polizei verboten

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Tesla-Autos wurden von der Polizei in der deutschen Hauptstadt Berlin wegen Spionageängsten verboten, die durch die Hightech-Kameras der Fahrzeuge ausgelöst wurden.

Das Verbot kommt nur einen Tag, nachdem China alle Teslas aus einem Ferienort verbannt hat, in dem die geheime Führungsgruppe des Landes eine Konferenz abhält.

Berichten zufolge bestätigte das Berliner Landeskriminalamt (LKA) das Verbot.

Keines der Elektroautos des Tech-Milliardärs Elon Musk darf in einen städtischen Polizeikomplex des Landeskriminalamts.

Das Verbot kommt nur wenige Wochen nach der Eröffnung einer neuen Tesla-Gigafactory am Stadtrand von Berlin.

Laut einem polizeiinternen Dokument, das deutschen Medien vorliegt, gilt das Verbot für „alle Liegenschaften des Polizeipräsidiums und des Landeskriminalamts“.

Doch eine Sprecherin des LKA soll gesagt haben: „Die anderen Dienststellen sollten jetzt selbst prüfen, inwieweit sie Tesla-Fahrzeuge auf ihr Gelände oder in Objekte fahren dürfen.“

Tesla-Autos wurde bereits die Einfahrt in Beidaihe in Nordchina verboten, weil befürchtet wurde, dass ihre Kameras ein Treffen seiner Führer ausspionieren könnten.

Chinesische Beamte sagen, dass die Autos ab dem 1. Juli zwei Monate lang nicht in den Distrikt einfahren können.

Der Grund für das Verbot in Deutschland lautet laut internem Dokument: „Eine sicherheitsrelevante Gefährdung von Mitarbeitern, Dritten (Sicherheit und Datenschutz) und des Eigentums der Berliner Polizei (Objektschutz).“

Der interne Polizeibrief macht auch auf die Rundum-Kameras aufmerksam, die prominent in Musks Fahrzeugen verbaut sind.

Weiter heißt es in dem Dokument: „Alle Fahrzeugmodelle des Herstellers Tesla machen permanente, ereignisunabhängige Videoaufnahmen der gesamten Fahrzeugumgebung und exportieren diese Aufnahmen.“

Es heißt, Aufzeichnungen würden „dauerhaft auf Tesla-Servern gespeichert, die sich im Ausland (Niederlande) befinden“.

In dem Schreiben der Polizei hieß es, es sei „unverständlich“, dass Tesla-Nutzer offenbar keine Kenntnis davon hätten, wie die Daten verarbeitet werden.

Die Polizei glaubt, dass alle Aufzeichnungen, die von einem Tesla gemacht werden, außerhalb ihrer Hände liegen werden.

In dem Dokument heißt es, dass jeder die Daten „problemlos“ anfordern könne und nur Tesla die Entscheidung treffen könne, sie herauszugeben oder nicht.

Der Umzug könnte offenbar einen hochrangigen Polizisten betreffen.

Deutsche Medien nennen ihn Thomas Goldack, den Leiter der Direktion 2 im Berliner Westen, dessen Privatfahrzeug ein Tesla ist.

Berichten zufolge muss er entscheiden, ob dieses private Tesla-Fahrzeug weiterhin auf das Polizeigelände fahren darf oder nicht.

Der milliardenschwere Tech-Unternehmer Elon Musk will angeblich seine Tesla-Fabrik in Deutschland erweitern, um das erste große Zentrum des Elektroauto-Unternehmens in Europa zu schaffen.

Im März eröffneten Musk und der deutsche Staatschef Olaf Scholz eine neue 5,5-Milliarden-Dollar-Fabrik vor den Toren Berlins.

Die Anlage erstreckt sich über eine Fläche von 741 Hektar in der Gemeinde Grünheide im nordöstlichen deutschen Bundesland Brandenburg.

Nach Angaben der brandenburgischen Landesregierung will Musk den Standort ausbauen und möglicherweise zum ersten großen Hub des Unternehmens in Europa machen.

Frauke Zelt, die Sprecherin des Umweltministeriums in Brandenburg, bestätigte am 5. Mai, dass „die Pläne von Tesla, weitere Grundstücke östlich des Tesla-Geländes zu erwerben, der Landesregierung bekannt sind“.

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