Donnerstag, Oktober 28, 2021
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Thailand erlaubt geimpften Deutschen die Einreise ohne Quarantäne

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Gegen das Coronavirus geimpfte Deutsche können bald wieder nach Thailand reisen, ohne dort unter Quarantäne gestellt zu werden. Die Behörden des Landes haben den touristischen Öffnungsplan von Premierminister Prayuth Chan-o-cha bestätigt. Nach Angaben eines Sprechers des Covid Crisis Center (CCSA) gilt ab 1. November quarantänefreie Einreise für vollständig geimpfte Personen aus fünf Ländern. Neben Deutschland sind dies Großbritannien, die USA, Singapur und China.

Urlaubsgäste aus diesen Bundesländern benötigen dann für die Einreise nur noch einen negativen PCR-Test. Quarantäne ist nicht mehr notwendig. Weitere Details zu den genauen Regeln waren zunächst nicht bekannt. Ab November sollen jedoch weitere Provinzen für Touristen geöffnet werden, darunter die Hauptstadt Bangkok und die beliebte Provinz Krabi mit ihren Inseln und weißen Stränden. Die genaue Liste werde derzeit erstellt, berichtete die Zeitung Bangkok Post.

Prayuth hatte die geplante Eröffnung am Montagabend in einer Fernsehansprache angekündigt und die CCSA und das Gesundheitsministerium angewiesen, den Plan bis Ende der Woche zu überprüfen. Am Donnerstag bekräftigte er, dass Thailand in zwei Wochen zur Eröffnung bereit sein werde. „Viele Länder wollen, dass ihre Bürger Thailand besuchen“, sagte er. „Es wird ein kleiner Anfang sein, damit die Leute wieder ihren Lebensunterhalt verdienen können.“

Gleichzeitig kündigten die Behörden in vielen Landesteilen weitere Lockerungen der derzeit noch geltenden Maßnahmen an. Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen werden ab Samstag gekürzt: Statt 22 bis 4 Uhr gelten sie dann von 23 bis 3 Uhr. Restaurants und Einkaufszentren dürfen daher wieder länger öffnen.

Der für das 70-Millionen-Einwohner-Land äußerst wichtige Tourismussektor ist seit anderthalb Jahren fast vollständig am Boden. Seitdem haben viele Menschen ihr Einkommen verloren. Im vergangenen Jahr galt Thailand noch als Musterland im Kampf gegen die Pandemie – doch seit April erlebt der Staat seine bisher schlimmste Welle. Die Zahl der Infektionen geht nun langsam zurück. Am Donnerstag wurden 11.200 Neuinfektionen und 112 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. (14.10.2021)

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Deutschland wenig dynamisch. Den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche gab das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen mit 67,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag lag der Wert bei 65,4, vor einer Woche bei 62,6 (Vormonat: 81,1). Die Gesundheitsbehörden in Deutschland meldeten dem RKI innerhalb eines Tages 12.382 neue Corona-Infektionen. Vor einer Woche lag der Wert bei 11.644 Infektionen.

Nach den neuen Informationen wurden innerhalb von 24 Stunden deutschlandweit 72 Todesfälle registriert. Vor einer Woche gab es 68 Tote. Das RKI hat seit Beginn der Pandemie 4.342.640 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 gezählt. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht nachgewiesen werden. (14.10.2021)

Die Videoplattform Youtube hat zwei weitere Videos der umstrittenen Kampagne #allesaufdentisch gelöscht. Das bestätigte ein YouTube-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Als Grund wurde ein Verstoß gegen eine Unternehmensrichtlinie genannt, die Fehlinformationen zur Corona-Pandemie betrifft. Damit werden aktuell insgesamt vier Videos der Kampagne gelöscht. Youtube hat kürzlich drei Clips gelöscht, einen davon aber nach erneuter Überprüfung wieder hochgeladen.

Ende September startete die Internet-Video-Kampagne #allesaufdentisch, an der unter anderem die Schauspieler Volker Bruch und Wotan Wilke Möhring teilnahmen. In vielen Videos, die online hochgeladen wurden, werden unter anderem die Corona-Maßnahmen und die Medienberichterstattung darüber kritisiert. Kritiker werfen den Machern vor, verschwörungsideologische Narrative zu verwenden.

In einer Eilentscheidung entschied das Landgericht Köln, dass zwei #allesaufdentisch-Clips, die YouTube entfernt hatte, nicht hätten gelöscht werden dürfen. Dies begründete es damit, dass YouTube die Kanalbetreiber der Kampagne nicht konkret genug informiert habe, welche Passagen ihrer Meinung nach gegen welche Bestimmung ihrer Richtlinie verstoßen. Die Entscheidung wird erst mit der Übermittlung an YouTube wirksam, das Unternehmen kann dann auch im Eilverfahren Widerspruch einlegen. Youtube hat sich auf Nachfrage noch nicht zu rechtlichen Fragen geäußert. (14.10.2021)

Die US-Regierung will die Einreisebeschränkungen an den Landgrenzen zu Kanada und Mexiko für Corona-geimpfte Menschen aufheben. Die Lockerungen sollen im November in Kraft treten und auch für Fährüberfahrten gelten, teilte das Heimatschutzministerium mit. Jeder, der nachweisen kann, dass er vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist, kann damit zu unnötigen Zwecken in die USA reisen, etwa für Besuche bei Freunden und Familie oder für den Tourismus.

In einem weiteren Schritt wird die Regelung ab Anfang Januar 2022 auch auf notwendige Reisen ausgeweitet; Auch in diesen Fällen ist ein vollständiger Impfschutz Voraussetzung bei der Einreise. Bis dahin hätten Betroffene wie Lkw-Fahrer, Studenten und Beschäftigte im Gesundheitswesen genügend Zeit, sich impfen zu lassen. Die USA hatten bereits im vergangenen Monat angekündigt, die monatelangen Einreisebeschränkungen für den internationalen Flugverkehr unter anderem für Geimpfte aus der EU, Großbritannien und anderen Ländern aufzuheben. (13.10.2021)

Auf den Corona-Intensivstationen in Deutschland gibt es nach Angaben von Ärzten fast keine gegen Covid-19 geimpften Patienten ohne Vorerkrankung. „Die allermeisten sind gar nicht oder nicht vollständig geimpft“, sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die geimpfte Minderheit besteht überwiegend aus älteren Patienten, deren Zweitimpfung schon lange zurückliegt. „In der Regel leiden auch diese Menschen an schweren chronischen Erkrankungen.“

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums war im August und September etwa jeder zehnte Patient, der auf Intensivstationen wegen Corona behandelt wurde, vollständig geimpft. Das geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der linken Bundestagsabgeordneten Sahra Wagenknecht hervor.

Die Kapazitäten für freie Betten auf den Intensivstationen bezeichnete der Divi-Präsident als aktuell relativ stabil. „Momentan befinden wir uns in einer Plateauphase, wir stagnieren bei rund 1.300 Covid-Intensivpatienten. Die Lage ist unter Kontrolle“, sagte Marx. „Wir sind jetzt handlungsfähig und haben durchschnittlich zwei freie Intensivbetten pro Standort.“ (13.10.2021)

Das Biotech-Unternehmen Curevac zieht seinen ersten Impfstoffkandidaten aus dem Zulassungsverfahren bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zurück. Wie das Unternehmen am Dienstag in Tübingen mitteilte, wurde davon ausgegangen, dass die EMA-Zulassung frühestens im zweiten Quartal 2022 erteilt worden wäre.

Für den Impfstoffkandidaten CVnCoV gab es keinen formellen Zulassungsantrag, CVnCoV befand sich noch im sogenannten rollierenden Zulassungsverfahren. Ende Juni gab Curevac bekannt, dass sein Impfstoffkandidat der ersten Generation weniger wirksam sei als einige andere Impfstoffe. Anfang Juli ging das Tübinger Biotech-Unternehmen davon aus, dass die EMA den Impfstoff trotz seiner geringen Wirksamkeit zulässt.

Nach einer abschließenden Analyse hatte das Curevac-Präparat über alle Altersgruppen hinweg eine Wirksamkeit von 48 Prozent gegen die Covid-19-Erkrankung gezeigt. Dies macht es insgesamt deutlich weniger wirksam als andere Impfstoffe. Das Unternehmen will sich mit seinem britischen Partner Glaxo Smith Kline (GSK) auf die Entwicklung eines weiteren Covid-19-Impfstoffs konzentrieren. (12.10.2021)

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