Sonntag, Januar 23, 2022
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Thyssenkrupp forciert Börsengang der Wasserstoff-Tochter

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Thyssenkrupp treibt den Börsengang der Wasserstofftochter Nucera voran. Der Konzern hofft auf Einnahmen in Millionenhöhe.

Thyssenkrupp will den Hype um grüne Energiequellen nutzen. Dazu forciert der Mischkonzern nun den Börsengang seiner Tochter Nucera. Thyssenkrupp hat das Unternehmen heute auf einem Kapitalmarkttag Investoren vorgestellt. Beim Betreten des Bodens rechnet der deutsche Industriekonzern mit Einnahmen von mehreren hundert Millionen Euro

Nucera ist der neue Name der Thyssenkrupp-Tochter Uhde Chlorine Engineers (UCE). Es besteht aus „new“, „UCE“ und „era“. Dies symbolisiere den Beginn einer Ära der Innovation, des Wandels und der grünen Energie, erklärt der Ruhr-Konzern. Nucera entwickelt Großanlagen zur Herstellung von Wasserstoff, dem weltweit eine Schlüsselrolle beim Klimaschutz zukommt. Das Unternehmen unterstützt seine Kunden auf dem Weg zu Klimaneutralität und einer dekarbonisierten Industrie.

Geht Nucera an die Börse, rechnet der Mutterkonzern mit Einnahmen von mehreren hundert Millionen Euro. „Wir streben durch die Ausgabe neuer Aktien Einnahmen von 500 bis 600 Millionen Euro für das Unternehmen an“, sagte der Leiter des Geschäftsbereichs Multi Tracks, Volkmar Dinstuhl, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters: Die Börse solle verkauft werden, sagte der Konzern nicht.

Mit dem Wasserstoffgeschäft strebt Nucera bis 2026 einen Umsatz von 900 Millionen bis eine Milliarde Euro an. Zuletzt erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 319 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 27 Millionen Euro.

Der Auftragsbestand für grünen Wasserstoff betrug Ende Dezember 2021 bereits rund 900 Millionen Euro. „Die Nachfrage ist riesig. Das wollen wir jetzt nutzen“, betont Nucera-Chef Denis Krude. Der Wasserstoffmarkt wird sich in den nächsten 30 Jahren voraussichtlich versiebenfachen. „Wir haben rund 400 Mitarbeiter. Das wollen wir weiter ausbauen“, sagte Krude.

Die Thyssenkrupp-Tochter habe zwei Geschäftsbereiche, erklärt Krude. Da ist zum einen das Chlor-Alkali-Geschäft, das vor allem Chlorgas und Natronlauge produziert und als Nebenprodukt Wasserstoff produziert. Chlorgas wird hauptsächlich zur Wasseraufbereitung und für Kunststoffe verwendet. Natronlauge wird überall in der Industrie verwendet. Der zweite Bereich ist die Alkali-Wasser-Elektrolyse, bei der mit Hilfe erneuerbarer Energien Wasserstoff hergestellt wird. Die Produktion dieses grünen Wasserstoffs befindet sich derzeit im Aufbau.



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