Donnerstag, Januar 27, 2022
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Tödliches Versagen bei Lockdown China schließt zwei Kliniken im Hotspot Xi’an

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In der chinesischen Stadt Xi’an gilt seit drei Wochen ein äußerst strenger Corona-Lockdown. Eine schwangere Frau bezahlt die Regeln mit ihrem Leben: Ein Krankenhaus weist sie ab, weil ihr Test so gut wie nicht mehr gültig ist. Die Gesundheitsbehörden reagierten.

Die chinesische Gesundheitsbehörde hat im aktuellen Corona-Hotspot Xi’an zwei Krankenhäuser vorübergehend geschlossen. Ihnen werden zwei schwerwiegende Verfehlungen im Zusammenhang mit dem strikten Lockdown vorgeworfen. Beide Häuser müssten den Betrieb für drei Monate einstellen, während sie die Fehler in ihren Prozessen „beheben“, sagte die Agentur. Die Krankenhäuser hätten „ihre Pflicht, Leben zu retten und den Verletzten zu helfen, nicht erfüllt“.

Beide Institutionen mussten daher bereits mehrere leitende Angestellte entlassen oder suspendieren. Sie dürfen erst nach behördlicher Genehmigung wieder öffnen.

Letzte Woche wurde bekannt, dass eine im achten Monat schwangere Frau außerhalb des Gaoxin-Krankenhauses eine Fehlgeburt erlitten hatte. Die Klinik hatte ihre Behandlung abgelehnt, weil ihr Corona-Test gerade abgelaufen war. Die strengen Lockdown-Regeln sehen vor, dass sie nur 48 Stunden gültig sind. Eine andere Bewohnerin von Xi’an berichtete, wie ihr Vater nach einem Herzleiden wegen der strengen Corona-Regeln stundenlang nicht in eine Klinik eingeliefert wurde und ebenfalls starb.

In Xi’an wurde nach einem Corona-Ausbruch vor drei Wochen ein strikter Lockdown verhängt. Viele Bewohner dürfen ihre Wohnung nur verlassen, um sich auf das Coronavirus testen zu lassen. Supermärkte sind geschlossen, Einkaufen verboten. Wachen in den Wohnblöcken überwachen die Einhaltung der Regeln. Anwohner hatten in sozialen Netzwerken berichtet, dass ihnen die Lebensmittel ausgehen. Die beiden Todesfälle hatten demnach scharfe Kritik an der strikten Umsetzung des Lockdowns ausgelöst.

In den vergangenen Tagen hat sich die Infektionslage in Xi’an jedoch etwas entspannt. Am Donnerstag wurden nur sechs Corona-Neuinfektionen gemeldet. Auch in anderen Städten steigen die Infektionszahlen. Zuletzt wurde den fünf Millionen Einwohnern von Anyang in der ostchinesischen Provinz Henan mitgeteilt, dass sie ihre Häuser nicht mehr verlassen dürften.

Mindestens drei Städte in der Provinz Henan kämpfen derzeit gegen neue Virusausbrüche. Den 13 Millionen Einwohnern der Provinzhauptstadt Zhengzhou könnte bald ein Lockdown drohen.

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