Sonntag, Januar 23, 2022
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Trauermärsche durch Irland Junger Lehrer in der Nähe von Dublin ermordet

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Ein junger Jogger wird am helllichten Tag in der Nähe von Dublin getötet. Tausende versammeln sich in ganz Irland, um zu trauern, während sich die Suche nach dem Schuldigen verschärft. Das Land debattiert nun darüber, warum Frauen so oft Opfer von Gewalt werden.

Tausende Menschen haben einer jungen Frau gedacht, die bei Mahnwachen in mehreren Städten in Irland und der britischen Region Nordirland getötet wurde. In Tullamore, wo die Leiche der 23-jährigen Ashling Murphy gefunden wurde, schlossen Geschäfte und Cafés früher als sonst. Viele Trauernde versammelten sich in einem Park in der Stadt, gut 80 Kilometer westlich von Dublin. Premierminister Michaél Martin nahm an einer Gedenkfeier in der irischen Hauptstadt teil. Der Mord an der Lehrerin habe das Land „in Solidarität und Abscheu“ vereint, sagte Martin.

Die Polizei habe „eine Person von Interesse an dem Fall identifiziert“. Nun warten die Behörden darauf, den Mann zu befragen, der wegen einer Reihe von Verletzungen immer noch in ärztlicher Behandlung ist. Ein festgenommener 40-jähriger Mann sei zuvor wieder freigelassen worden, berichteten Medien.

Behörden widersprachen kritischen Berichten, die Ermittlungen seien in den Tagen nach der Tat zu langsam angelaufen. Umfangreiches forensisches Material wurde sichergestellt, das der Polizei helfen sollte, den Täter aufzuspüren. Einem Bericht der Irish Times zufolge sucht die Polizei derzeit nach dem Besitzer eines Mountainbikes, das unweit des Tatorts gefunden wurde. Beamte glauben, dass das verlassene Fahrrad mit dem Mord in Verbindung gebracht wird, und fordern die Öffentlichkeit auf, Informationen über den Besitzer bereitzustellen.

Das Verbrechen hat eine neue Debatte über die Sicherheit von Frauen auf der Insel Irland ausgelöst. Der 23-Jährige war am Mittwochnachmittag beim Joggen entlang eines Kanals – einer beliebten Strecke für Radfahrer und Läufer – getötet worden. „Es gibt eine Epidemie der Gewalt gegen Frauen. Das ist seit Tausenden von Jahren so“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Leo Varadkar. Präsident Michael D. Higgins rief die Menschen dazu auf, eine „freundlichere, mitfühlendere und einfühlsamere Gesellschaft“ aufzubauen.

Der irische Premierminister Martin sagte, er habe die Familie des jungen Lehrers kontaktiert. „Ich wollte unsere Solidarität mit ihnen und unsere Bestürzung über den Verlust einer schönen jungen Frau zum Ausdruck bringen“, sagte er.

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