Dienstag, Dezember 6, 2022
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Treffen mit dem polnischen Außenminister: Baerbock lehnt die Reparationsforderungen ab

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Außenminister Baerbock wies polnische Entschädigungsforderungen wegen des Zweiten Weltkriegs zurück. Aus deutscher Sicht sei die Angelegenheit abgeschlossen, sagte er in Warschau.

Außenministerin Annalena Baerbock hat polnische Reparationsforderungen in Höhe von Billionen an Schäden und Opfern des Zweiten Weltkriegs zurückgewiesen, die von Nazideutschland angestiftet wurden. Aus Sicht der Bundesregierung sei das Thema Reparationen abgeschlossen, betonte die Grünen-Politik nach Rücksprache mit ihrem polnischen Amtskollegen Zbigniew Rau in Warschau.

Gleichzeitig versicherte Baerbock: „Deutschland trägt seine historische Verantwortung ohne Wenn und Aber“.

Die Brutalität „mit einem unmenschlichen Unterdrückungsfeldzug, Germanisierung, purer Vernichtung“ habe „in Polen einen ganz anderen Schmerz erzeugt als anderswo“. Die Erinnerung daran muss auch bei jungen Menschen in Deutschland wach gehalten werden.

Rau betonte die gemeinsame Verantwortung Polens und Deutschlands gegenüber vergangenen, gegenwärtigen und künftigen Generationen. „Ich bin daher davon überzeugt, dass sich die Position der Bundesregierung in dieser Frage durch den Dialog weiterentwickeln wird.“

Schon deshalb, weil sich niemand in Deutschland oder Polen auf eine Sitten- oder Rechtsordnung berufen kann, „in der der Täter einer Straftat befugt war, den Umfang seiner Schuld, aber auch den Umfang und die Dauer seiner Verantwortlichkeit eigenständig und ausschließlich zu bestimmen“. . .

Kurz vor Baerbocks Besuch wiederholte die polnische PiS-Regierung ihre Wiedergutmachungsforderungen an Deutschland: Rau unterzeichnete eine diplomatische Note zur Übergabe an Berlin.

Anlässlich des 83. Jahrestages des Beginns des Zweiten Weltkriegs legte am 1. September eine parlamentarische Kommission in Warschau einen Bericht vor, in dem die Schäden in Polen auf über 1,3 Billionen Euro geschätzt werden. Auch hier nannte Rau keinen konkreten Betrag, der in die diplomatische Note aufgenommen werden könnte.

Baerbock sagte nur auf der Diplomatennote aus Warschau: „Wir haben gestern im Fernsehen gesehen, dass ein Brief in Berlin eintrifft“. Es sei „gut, dass wir heute persönlich darüber sprechen konnten. Sie kennen ja bereits die Haltung der Bundesregierung zu diesem Thema.“

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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