Donnerstag, August 11, 2022
StartNACHRICHTENTrotz des Waffenstillstands flammen die Kämpfe um Berg-Karabach erneut auf

Trotz des Waffenstillstands flammen die Kämpfe um Berg-Karabach erneut auf

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In der Konfliktregion Berg-Karabach soll die Lage zwischen Armenien und Aserbaidschan erneut eskalieren. Beide Länder berichten von getöteten Soldaten. Dabei sollen Drohnen eingesetzt worden sein.

Die Kämpfe zwischen den beiden ehemaligen Sowjetrepubliken im Südkaukasus, Armenien und Aserbaidschan, um die Region Berg-Karabach sind wieder aufgeflammt. Heute meldete die aserbaidschanische Armee die Eroberung mehrerer Bergketten in der Region und die Tötung armenischer Kämpfer. Armenien warf dem Nachbarn vor, den seit Ende 2020 geltenden Waffenstillstand verletzt zu haben. Die armenische Seite räumte den Verlust von einem Toten und acht Verletzten ein. Die Soldaten seien bei einem Drohnenangriff getötet worden, heißt es.

Aserbaidschan meldete auch den Verlust eines eigenen Soldaten. Diese wurde aus dem Bereich beschossen, in dem die russischen Friedenstruppen stationiert sind, die den Waffenstillstand überwachen sollen. Das russische Verteidigungsministerium wiederum warf Baku vor, gegen den Waffenstillstand zu verstoßen. Die Nachrichtenagentur Interfax berichtete, dass sich die Lage in den von russischen Truppen im Rahmen eines Waffenstillstands kontrollierten Gebieten zunehmend anspanne.

Die überwiegend von Armeniern bewohnte Region Berg-Karabach wurde zu Sowjetzeiten zu Aserbaidschan hinzugefügt. Nach der Auflösung der Sowjetunion erklärte sich Berg-Karabach als „Republik Arzach“ für unabhängig von Baku und wurde von Jerewan unterstützt. Der Krieg endete 1994 – vorläufig mit einem armenischen Sieg. International wurde die Unabhängigkeit der „Republik Artsakh“ jedoch nicht anerkannt. 2020 eroberte Aserbaidschan in einem Rachekrieg große Teile von Berg-Karabach zurück.

Als der von Russland vermittelte Waffenstillstand geschlossen wurde, musste Armenien große territoriale Zugeständnisse machen. Seitdem kann Armenien Berg-Karabach nur noch über einen von russischen Friedenstruppen überwachten Korridor erreichen. Allerdings wurde der Waffenstillstand seither mehrfach gebrochen.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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