Dienstag, Oktober 19, 2021
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Trump-Entscheidung revidiert: Biden stellt Naturschutzgebiete wieder her

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US-Präsident Biden will drei von seinem Vorgänger Trump verkleinerte Naturschutzgebiete wiederherstellen. Ziel sei ein besserer Schutz und Erhalt von Land und Gewässern, teilte das Weiße Haus mit.

Sein Vorgänger Donald Trump hatte ihn 2017 per Dekret drastisch reduzieren lassen – nun hat US-Präsident Joe Biden angekündigt, drei Naturschutzgebiete wiederherzustellen und sogar zu erweitern. Die Maßnahme betrifft die Gebiete Bears Ears und Grand Staircase-Escalante im US-Bundesstaat Utah sowie das Meeresschutzgebiet Northeast Canyons und Seamounts im Atlantik, wie das Weiße Haus mitteilte.

Biden setzt damit seine Abkehr von der Politik seines Vorgängers fort, der zahlreiche Umweltschutzmaßnahmen zurückgefahren hatte. Trump argumentierte damals, die Menschen in Utah wüssten viel besser, was ihrem Land gut tut als die Bürokraten im fernen Washington.

Umweltschützer hingegen erklärten, dass der Schutz entscheidend sei, um einen intensiven Abbau und die Suche nach Bodenschätzen zu verhindern, die erhebliche Auswirkungen auf Umwelt und Landschaft haben würden. Die Gebiete gehören zu den landschaftlich schönsten in den USA.

Das Gebiet Grand Staircase-Escalante soll nun auf seine ursprüngliche Fläche von mehr als 750.000 Hektar zurückkehren. Trump hatte die Schutzzone um rund 45 Prozent reduziert und dies mit „unnötigen Einschränkungen“ für Jagd und Viehzucht begründet.

Nach Bidens Plänen soll das Bears Ears-Reservat auf 550.000 Hektar erweitert werden. Das ist größer als vor Trumps Entscheidung, das Naturschutzgebiet zu verkleinern. Bears Ears wurde 2016 unter Trumps Vorgänger Barack Obama zum Naturschutzgebiet erklärt. Grand Staircase-Escalante wurde 1996 unter Präsident Bill Clinton zum Naturschutzgebiet erklärt. Beide Naturschutzgebiete mit ihrer spektakulären Landschaft sind auch für die Ureinwohner von großer Bedeutung.

Umweltschützer begrüßten Bidens Entscheidung, die Naturschutzgebiete zu vergrößern. Kritik kam von konservativen Senatoren und Abgeordneten, die Utah im US-Kongress in Washington vertreten. Bidens Entscheidung sei ein „vernichtender Schlag“ für ihre Bemühungen, eine „dauerhafte, gesetzgeberische Lösung für den langjährigen Streit um die Grenzen und das Management“ der beiden Naturschutzgebiete zu finden.

Zusätzlich zu den beiden Gebieten in Utah stellt die Regierung von Biden auch den Status des Meeresschutzgebiets Northeast Canyons und Seamounts wieder her. Dort wird der kommerzielle Fang von Roten Krabben und amerikanischen Hummern langsam reduziert, bis er ab September 2023 komplett verboten ist. Die Freizeitfischerei ist davon nicht betroffen. Das Gebiet beherbergt zahlreiche seltene und bedrohte Arten, darunter Tiefseekorallen und Wale.

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