Samstag, Juni 25, 2022
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U-Boot-Streit mit Frankreich: Australien zahlt Entschädigung in Millionenhöhe

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Der Streit um eine gescheiterte U-Boot-Bestellung hatte für Spannungen zwischen Frankreich und Australien gesorgt. Der Streit scheint nun beigelegt – mit einer Entschädigung in Millionenhöhe.

Die Regierung von Canberra hat zugestimmt, eine Entschädigung in Millionenhöhe zu zahlen, nachdem sie einen milliardenschweren U-Boot-Deal zwischen Australien und Frankreich gebrochen hat.

Australien zahlt 555 Millionen Euro an den französischen Schiffbauer Naval Group, sagte der neue Premierminister des Landes, Anthony Albanese, am Samstag. Der Deal werde die Verträge beenden, fügte er hinzu.

Australien, die Vereinigten Staaten und Großbritannien kündigten eine neue gemeinsame Sicherheitsallianz im Indopazifik für 2021 an, ohne ihre Verbündeten zu konsultieren. Das neue Bündnis soll laut Sicherheitsexperten der militärischen Bedrohung durch China im Indopazifik entgegenwirken.

In diesem Zusammenhang muss Australien Zugang zu US-Technologie für den Bau und Betrieb von Atom-U-Booten haben. Damit ist ein sicher geglaubter U-Boot-Deal zwischen Frankreich und Australien über 56 Milliarden Euro gescheitert. Paris reagierte mit Wut. Der französische Präsident Emmanuel Macron beschuldigte den damaligen australischen Premierminister Scott Morrison der Lüge und sagte, die bilateralen Beziehungen seien in einer Krise.

„Die Art und Weise, wie diese Entscheidung gehandhabt wurde, hat zu enormen Spannungen in den Beziehungen zwischen Australien und Frankreich geführt“, sagte Albanese. Nun folgte der Deal.

Alban hat nun die Bedeutung Frankreichs als Partner für Australien betont. Frankreich ist „ein Verbündeter, mit dem wir in zwei Weltkriegen gekämpft haben, und ein Verbündeter, der eine bedeutende Präsenz im Pazifik hat, zu einer Zeit, in der die Spannungen in der indo-pazifischen Region die Zusammenarbeit mit unseren Partnern erfordern“.

Dem Deal seien Gespräche mit Macron vorausgegangen, sagte Albanese. Der Premierminister dankte Macron für „die von Herzen kommende Art und Weise, wie wir eine bessere Beziehung zwischen Australien und Frankreich wiederherstellen“. Seit seinem Amtsantritt im vergangenen Monat engagiert sich Albanese für die Verbesserung der französisch-australischen Beziehungen.

In einem Telefonat im Mai waren sich Albanese und Macron einig, dass sie wieder ein Vertrauensverhältnis zwischen den beiden Ländern aufbauen wollten. Man wolle zum Beispiel die Klimakrise und strategische Herausforderungen im Indopazifik bewältigen, sagte er.

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