Montag, Dezember 6, 2021
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Über 50 Tote in Russland Retter finden Überlebende nach Minenkatastrophe

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Noch gestern gehen die russischen Behörden davon aus, dass sie nach dem Bergwerksunglück in Sibirien keine Überlebenden bergen werden. Neben sechs Leichen wird heute auch eine lebende Person gefunden. Nach der Explosion im Kohlebergwerk werden insgesamt 52 Tote erwartet.

Nach dem schweren Unfall in einem russischen Kohlebergwerk mit vielen Toten wurde ein Mensch unter Tage lebend gefunden. Er sei in ein Krankenhaus eingeliefert worden, sagte der Gouverneur der Region Kemerowo, Sergej Zivilew, im Nachrichtensender Telegram. Die Behörden gingen zuvor davon aus, dass keine Chance mehr besteht, vermisste Personen lebend zu finden. Die Zahl der Todesfälle wurde daher mit insgesamt 52 angegeben.

Nach Angaben des Gouverneurs wurden am heutigen Freitag die Leichen von drei Bergleuten und drei Rettern aus dem Schacht gehoben. Experten gehen davon aus, dass es aufgrund der Explosionsgefahr Tage dauern könnte, bis alle Leichen aus der Grube geborgen sind.

In der Mine in Westsibirien kam es am Donnerstagmorgen aus zunächst unbekannter Ursache zu einer Explosion. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich nach Angaben des russischen Katastrophenschutzministers Alexander Tschuprijan 285 Menschen in der Mine und 239 Arbeiter wurden aus dem Schacht „Listwjaschnaja“ im Kohlebecken Kusnezk (Kusbass) gerettet. „Dies ist eine große Tragödie für das ganze Land“, sagte Chupriyan.

Von den rund 50 Verletzten, die in Krankenhäusern behandelt werden, befindet sich nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörden keiner in Lebensgefahr. Laut Tschuprijan sollen unter Tage Luftproben genommen werden, um festzustellen, ob noch Explosionsgefahr besteht. „Die Inspektion der Mine ist keine Frage eines Tages.“

Inzwischen gab es weitere Festnahmen. Neben dem Bergwerksdirektor und zwei leitenden Angestellten seien auch zwei staatliche Sachverständige, die den Schacht erst vor einer Woche überprüft hatten, in Gewahrsam genommen worden, teilte der Untersuchungsausschuss mit.

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