Dienstag, Oktober 19, 2021
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Über Weißrussland nach Deutschland 400 Migranten an der Grenze zu Polen angehalten

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Erneut verzeichnete die Polizei einen Anstieg illegaler Grenzübertritte an der deutsch-polnischen Grenze. Einige der Migranten kommen aus dem Irak und Syrien. Diesmal sind es knapp 400 Menschen, die innerhalb weniger Tage erwischt werden. Auch an der Grenze Polens zu Weißrussland greifen Beamte und Soldaten ein.

Die Bundespolizei meldet eine weitere Zunahme der unerlaubten Einreise von Personen aus dem Irak, Syrien und anderen Ländern über Weißrussland nach Deutschland. Allein in Brandenburg wurden am Wochenende im deutsch-polnischen Grenzgebiet 392 Neuankömmlinge abgeholt – ein neuer Höchststand, teilte die Bundespolizeidirektion in Berlin mit. Eine Woche zuvor waren es 251.

Insgesamt 2603 Unbefugte hatten zwischen Jahresbeginn und Sonntagabend den Bereich der Direktion betreten, 810 davon in der Woche vom 4. bis 10. Oktober. Die Menschen kamen vor allem aus dem Irak sowie aus Syrien, dem Iran und dem Jemen. Sie kommen aus Weißrussland über Litauen und Polen.

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hatte erklärt, Flüchtlinge auf dem Weg in die Europäische Union nicht mehr aufzuhalten. Seitdem häufen sich Meldungen über versuchte Grenzübertritte von Weißrussland nach Polen und Litauen. Ein Teil der Menschen wird nach Angaben der Bundespolizei von dort von Schmugglern nach Deutschland gebracht.

Allein am Sonntag entdeckten Beamte nach Angaben der Bundespolizei innerhalb kurzer Zeit 44 unerlaubte Einreisen: Um 7.50 Uhr 16 Jemeniten und drei Syrer in einem Wald bei Coschen (Kreis Oder-Spree) und eine Stunde später weitere 25 Iraker an eine Nebenstraße zwischen Klein Gastrose (Spreekreis-Neiße) und Gubinek (Polen). Die Personen verfügten nicht über die notwendigen Papiere, um sich legal in Deutschland aufzuhalten und wurden in Gewahrsam genommen.

Unterdessen versuchten nach Angaben des polnischen Grenzschutzes zwei große Gruppen von Migranten, an der polnischen Grenze zu Weißrussland gewaltsam in das EU-Land einzureisen. Demnach machten sich am Wochenende Gruppen von 90 und 130 Personen auf den Weg, um illegal polnisches Territorium zu betreten. Dies sei nur durch das schnelle Eingreifen von Grenzschutzbeamten und Soldaten der polnischen Armee verhindert worden, sagte Grenzschutzsprecherin Anna Michalska der Nachrichtenagentur PAP in Warschau. Auf Twitter veröffentlichte die Behörde ein Video des Vorfalls.

Laut Michalska registrierten die polnischen Grenzschutzbeamten am Wochenende mehr als 2000 Versuche, die Grenze zu Weißrussland illegal zu überqueren. Allein am Samstag gab es eine Rekordzahl von über 700 Versuchen – so viele wie noch nie. Daher sollen mehr Soldaten an die Grenze geschickt werden, um sie zu unterstützen. „Wir stehen in Kontakt mit dem Verteidigungsministerium“, sagte Michalska. 2500 Soldaten sind derzeit an der Grenze im Einsatz.

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