Freitag, Juni 24, 2022
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Übergriffe als Frauenarzt? Ermittlungen gegen den französischen Staatssekretär

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Die französische Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Vergewaltigungsvorwürfen gegen ein Mitglied der Regierung Macron. Chrysoula Zacharopoulou wurde bereits zweimal angeklagt. Die Vorwürfe stammen aus der Zeit, als die 46-Jährige noch als Gynäkologin praktizierte.

Die französische Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Vergewaltigungsvorwürfen gegen ein Regierungsmitglied. Der Staatssekretärin für Entwicklung, Frankophonie und internationale Partnerschaften, Chrysoula Zacharopoulou, wird Vergewaltigung in zwei Fällen vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Laut dem französischen Magazin „Marianne“ stammen die Vorwürfe gegen die 46-Jährige aus ihrer Zeit als Gynäkologin.

Eine Anzeige wurde laut Staatsanwaltschaft am 25. Mai erstattet, die zweite folgte am 16. Juni. In beiden Fällen sollen die Attacken während der Behandlung aufgetreten sein. Das Außenministerium, dem die Staatssekretärin unterstellt ist, hat auf die Bitte der Nachrichtenagentur AFP noch nicht reagiert.

Zacharopoulou ist erst seit Mai Mitglied der französischen Regierung, davor war sie drei Jahre Mitglied des Europäischen Parlaments. In dieser Zeit engagierte sie sich unter anderem im Komitee für Frauenrechte. Die gebürtige Griechin hat sich mit ihrem Engagement für die weltweite Corona-Impfinitiative Covax und ihrer Aufklärungskampagne zu Endometriose, einer der häufigsten Baucherkrankungen bei Frauen, einen Namen gemacht.

Es sind nicht die ersten Vergewaltigungsvorwürfe gegen Vertreter von Macrons Regierung. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Innenminister Gérald Darmanin wegen eines Vergewaltigungsvorwurfs aus dem Jahr 2017. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft jedoch beantragt, die Ermittlungen einzustellen. Es gab im vergangenen Monat auch Vergewaltigungsvorwürfe gegen Solidaritätsminister Damien Abad, aber Staatsanwälte haben gesagt, dass sie derzeit nicht ermitteln. Beide Minister bestreiten jegliches Fehlverhalten.

Die jüngsten Vorwürfe üben zusätzlichen Druck auf Macron aus. Sein Wahlbündnis verlor bei den Parlamentswahlen am vergangenen Sonntag die absolute Mehrheit, seitdem ist er auf der schwierigen Suche nach Partnern.

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