Montag, November 29, 2021
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Ukraine warnt Russland – „Neuer Angriff wird zu teuer“

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Während Russland Truppen an der Grenze zur Ukraine sammelt, wächst die Sorge vor einem möglichen Angriff. Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hat jetzt gewarnt: Ein Anschlag würde erhebliche Verluste nach sich ziehen – „deshalb ist es besser, darauf zu verzichten.“

Die Ukraine warnt Russland im Falle eines Angriffs auf sein Territorium vor erheblichen politischen und wirtschaftlichen Verlusten sowie dem Verlust von Menschenleben. Außenminister Dmytro Kuleba sagte in einer Fernsehansprache am Donnerstag, die ukrainische Regierung versuche, nicht zu erraten, was im Kopf des russischen Präsidenten Wladimir Putin vorgeht. „Wir arbeiten daran, ihm klar zu machen: Ein neuer Angriff auf die Ukraine wird zu teuer, also ist es besser, es nicht zu tun.“

Die ukrainische Regierung versucht, Russland an einer weiteren Aggression zu hindern. Russland hat seine Truppen an seiner Grenze zur Ukraine konzentriert. Nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes sind es am Wochenende mehr als 92.000 Soldaten – Russland bereitet sich auf einen Anschlag Ende Januar oder Anfang Februar vor.

Auch die Regierung in Kiew, die USA und die NATO haben sich besorgt über einen russischen Angriff geäußert. Die Moskauer Regierung bestreitet, solche Pläne zu haben. Die USA haben bereits Waffen an die Ukraine geliefert, was in Moskau auf Kritik stößt.

Die Beziehungen zur Ukraine, die dem westlichen Militärbündnis NATO beitreten will, sind äußerst angespannt. In der Ostukraine stehen sich ukrainische Regierungstruppen und prorussische Separatisten seit Jahren feindlich gegenüber.

Russland hat wiederholt die Vorwürfe der Ukraine zurückgewiesen, Soldaten in die Ostukraine geschickt und dort die Separatisten unterstützt zu haben. In der Ostukraine herrscht eine Waffenruhe, die aber immer wieder verletzt wird. Der bewaffnete Konflikt geht auf das Jahr 2014 zurück. Damals hatte Russland die ukrainische Halbinsel Krim annektiert und dies damit begründet, dass die dortige russische Bevölkerungsgruppe geschützt werden müsse. Zuvor war der prorussische Präsident der Ukraine, Viktor Janukowitsch, bei Massenprotesten gestürzt worden.

Seit Jahren bemühen sich Frankreich, Deutschland, die Ukraine und Russland in ihren Gesprächen im sogenannten Normandie-Format um Frieden in der Ostukraine. Russland habe diesen Gesprächen über die Umsetzung eines Friedensabkommens nicht den Rücken gekehrt, sagte eine Sprecherin des Außenministeriums in Moskau.

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