Samstag, Dezember 10, 2022
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Ukrainische Erfolge in Cherson Russischer Nationalist: "Der Rückzug geht weiter"

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Russland annektiert per Pseudo-Referendum die südukrainische Region Cherson. Aber militärisch kontrolliert es die Region nur teilweise. Die Ukraine macht dort weitere Fortschritte. Im Norden des Areals ziehen sich die Kreml-Truppen zurück, vermutlich aus Angst vor einer Umzingelung.

Die ukrainische Armee meldet die Befreiung weiterer Städte von russischen Truppen in der Südukraine. Der Leiter des Präsidialbüros, Andriy Yermak, schrieb dem Nachrichtendienst Telegram über fünf zurückeroberte Orte. Videos aus dem umkämpften Dorf Davydiv Brid und den Dörfern Velyka Oleksandrivka und Starossillya am Fluss Inhulets kursierten in sozialen Netzwerken. Außerdem sollen ukrainische Einheiten in Dudchany am Fluss Dnipro eingezogen sein.

Auch der russische Nationalist Igor Girkin berichtet auf Telegram von einem Rückzug: Die wichtige Siedlung Davydiv Brid, um die seit zwei Monaten erbittert gekämpft wird, und „eine Reihe weiterer größerer Dörfer in der Umgebung wurden zurückgelassen.“ Der Rückzug geht weiter .“ Bisher gibt es keine offiziellen Bestätigungen von russischer Seite.

Wie Reuters-Korrespondent Felix Light twitterte, berichtete der russische Kriegsblog Rybar von einem „allgemeinen Rückzug“ russischer Truppen nördlich von Cherson. Die Russen ziehen sich – offenbar aus Angst vor einer Umzingelung – aus ihren seit März besetzten Stellungen zurück. Rybar selbst schrieb auf Telegram von einer „Umgruppierung“ und der Entscheidung, „das Kontingent der russischen Streitkräfte auf eine neue Verteidigungslinie zurückzuziehen“.

Russland ist am 24. Februar in die Ukraine einmarschiert und hat seitdem offiziell vier Gebiete in der Süd- und Ostukraine annektiert. Sie kontrolliert diese Gebiete jedoch nur teilweise und muss sich nach erfolgreichen ukrainischen Gegenangriffen immer weiter zurückziehen.

Nach Angaben der US-amerikanischen Denkfabrik „Institute for the Study of War“ (ISW) haben ukrainische Truppen in den vergangenen Tagen mehrere Erfolge in Cherson erzielt. Das Institut stützt sich auf russische und ukrainische Quellen.

Demnach setzte Russland Elitetruppen wie die 76th Guards Air Assault Division der Luftlandetruppen in Cherson ein. Dass diese gut ausgebildeten Streitkräfte die ukrainischen Gegenangriffe in Cherson offenbar nicht abwehren können, wertet die Denkfabrik als Zeichen dafür, dass auch Kreml-Elitetruppen im Verlauf des Krieges immer schwächer werden.

Der Guardian berichtet unter Berufung auf Informationen westlicher Regierungsbeamter, dass russische Truppen Gefahr laufen, die Kontrolle über strategisch wichtige Städte in Cherson zu verlieren. Demnach müsste sich die Kreml-Armee aus der Stadt Cherson und womöglich sogar aus Teilen der Krim zurückziehen, wenn ukrainische Truppen weiter vordringen.

Gleichzeitig warnen diese Beamten davor, dass die Kämpfe um den Fluss Dnipro kompliziert werden könnten. Die Situation in der Südukraine droht sich zu verschärfen, da die russischen Streitkräfte weiterhin auf dem Fluss in die Enge getrieben werden. In diesem Fall ist eine Eskalation nicht auszuschließen, da für die russische Regierung kein politischer Spielraum besteht, die Truppen aus Cherson abzuziehen.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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