Mittwoch, September 28, 2022
StartNACHRICHTENUkrainische Kinder gefoltert UN-Ermittler finden Beweise für russische Kriegsverbrechen

Ukrainische Kinder gefoltert UN-Ermittler finden Beweise für russische Kriegsverbrechen

- Anzeige -


Dieser Schritt ist ungewöhnlich: UN-Ermittler bestätigen Vorwürfe von Kriegsverbrechen gegen die Ukraine, ohne ein Gericht zu konsultieren. Dafür gibt es eindeutige Beweise. Die Taten seien ein „Katalog der Grausamkeiten“, auch Kinder seien russischen Soldaten zum Opfer gefallen.

Im Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine haben UN-Ermittler zahlreiche Kriegsverbrechen festgestellt. „Auf der Grundlage der (…) gesammelten Beweise ist die Kommission zu dem Schluss gekommen, dass in der Ukraine Kriegsverbrechen begangen wurden“, sagte Erik Mose, Leiter der Untersuchungskommission für Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine, gegenüber UN Human Rechterat.

Moses fügte hinzu, dass es Beweise für zahlreiche Hinrichtungen von Menschen mit auf den Rücken gefesselten Händen und für die Vergewaltigung und Folter von Kindern gebe. Laut Ermittlern kam es zu sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt durch russische Soldaten, und in einigen Fällen wurden Angehörige gezwungen, die Verbrechen mitzuerleben.

Die schnelle Einstufung als Kriegsverbrechen ohne Beteiligung eines Gerichts ist ungewöhnlich. Laut dem dreiköpfigen unabhängigen Expertenteam sind die Beweise jedoch eindeutig. Ob es sich bei den Taten um Verbrechen gegen die Menschlichkeit handelt, lässt sich allerdings noch nicht sagen.

Bisher haben die Ermittler nur Fälle in den Regionen Kiew, Tschernihiw, Charkiw und Sumy untersucht. Sie besuchten 27 Städte, befragten mehr als 150 Opfer und Zeugen und untersuchten unter anderem Gräber, Haft- und Folterstätten sowie Waffenreste.

Moses sagte Reportern, dass die Ermittler auch „zwei Fälle von Misshandlung von Soldaten der Russischen Föderation durch ukrainische Streitkräfte bearbeitet“ hätten.

Mit Blick auf die Zukunft kündigte Moses an, dass das Team die Untersuchung auf sogenannte Filtrationslager, mutmaßliche Zwangsvertreibungen und mutmaßliche ukrainische Kinder ausweiten würde, die zur Adoption nach Russland gebracht wurden.

Bereits am Donnerstag hatte UN-Generalsekretär António Guterres bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates schwere Vorwürfe gegen Russland erhoben. Unter Berufung auf UN-Menschenrechtsberichte sprach er von einem „Katalog der Grausamkeiten“, von „außergerichtlichen Hinrichtungen, sexueller Gewalt, Folter und anderer unmenschlicher und erniedrigender Behandlung von Zivilisten und Kriegsgefangenen“. „All diese Anschuldigungen müssen sorgfältig untersucht werden, um die Rechenschaftspflicht sicherzustellen“, sagte der UN-Generalsekretär.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare