Samstag, Mai 21, 2022
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Ukrainischer Außenminister: "Sie töten, vergewaltigen und zerstören"

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3.15 Uhr: Nach Angaben des russischen Botschafters in den USA wird russischen Diplomaten in den USA mit Gewalt gedroht. „Unsere Botschaft befindet sich in einem feindseligen Umfeld. Mitarbeiter der Botschaft erhalten Drohungen, auch mit körperlicher Gewalt“, wurde Botschafter Anatoly Antonov von der russischen Nachrichtenagentur TASS zitiert. US-Sicherheitsagenten würden CIA- und FBI-Kontaktnummern vor der russischen Botschaft verteilen. Die CIA und das FBI haben sich bisher geweigert, sich dazu zu äußern, und das US-Außenministerium konnte nicht sofort für eine Stellungnahme zu dieser Angelegenheit erreicht werden.

2.10 Uhr: Das russische Militär hat offenbar entschieden, sich angesichts der ukrainischen Gegenoffensiven und der begrenzten Verfügbarkeit von Verstärkung vollständig von seinen Stellungen rund um die Stadt Charkiw zurückzuziehen. Das berichtet das amerikanische „Institute for the Study of War“ und verweist auf eine eigene Analyse. Bis auf wenige Ausnahmen haben russische Einheiten in diesem Gebiet in den vergangenen Tagen nicht versucht, sich gegen ukrainische Streitkräfte zu verteidigen.

Berichte westlicher Beobachter und ein Video eines Offiziers der Volksrepublik Donezk (DNR) deuteten darauf hin, dass Moskau sich auf einen geordneten Rückzug konzentrierte, anstatt zu versuchen, seine Positionen in der Nähe der Volksrepublik Donezk zu halten.

Der ukrainische Generalstab hingegen sieht immer noch Versuche russischer Einheiten, die Versorgungsleitungen der Stadt abzuschneiden und Stellungen zu halten.

13:55 Uhr: Nach dem Sieg der Ukraine beim Eurovision Song Contest 2022 war Präsident Wolodymyr Selenskyj überglücklich und kündigte an, dass der Wettbewerb nächstes Jahr in seinem Land ausgetragen wird. „Unser Mut beeindruckt die Welt, unsere Musik erobert Europa! Nächstes Jahr wird die Ukraine Eurovision ausrichten! Zum dritten Mal in unserer Geschichte“, sagte Selenskyj am Sonntagmorgen im Nachrichtensender Telegram. Er glaubt, dass dies nicht der letzte Sieg sein wird.

1.20 Uhr: Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters ist ein Konvoi aus Mariupol sicher in der Stadt Saporischschja angekommen. Tagelang mussten die Flüchtlinge warten, bis sie die von russischen Truppen besetzte und weitgehend zerstörte Stadt verlassen durften. Sie machten sich zunächst auf den Weg ins 80 Kilometer entfernte Berdjansk, bevor sie ihr Ziel 200 Kilometer von Mariupol entfernt erreichten.

22:14 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bleibt die Lage in der Donbass-Region sehr schwierig. Russische Streitkräfte versuchten weiterhin zu demonstrieren, dass sie dort eine Art Sieg errungen hatten, sagte Selenskyj in seiner nächtlichen Videobotschaft.

20:52 Uhr: Der frühere russische Staatschef Dmitri Medwedew hat mit Sarkasmus und Kritik auf die Unterstützung der führenden Industrienationen (G7) für die Ukraine reagiert. „Um es milde auszudrücken, unser Land schert sich einen Dreck um die Nichtanerkennung der neuen Grenzen durch die G7“, kommentierte er am Samstag in seinem Telegram-Kanal die Erklärung der G7-Staaten, dass sie „niemals“ Grenzen anerkennen wollen Änderungen, die Russland mit militärischer Gewalt durchsetzen will.

Wichtig sei in diesem Fall nur der Wille der dort lebenden Menschen, so Medwedew. Seit einigen Wochen wird über Volksabstimmungen in den von moskautreuen Truppen besetzten Teilen der Ukraine für einen Anschluss an Russland spekuliert. Der 56-Jährige verwies erneut auf den Kosovo, den der Kreml als Präzedenzfall für mögliche Grenzverschiebungen betrachtet.

Er bezeichnete das Versprechen der G7 an Kiew, weiterhin Waffen an die Ukraine zu liefern, als Fortsetzung eines „verdeckten Krieges gegen Russland“ und die geplante Verringerung der Abhängigkeit von russischen Energiequellen als „Ausplünderung“ der Bürger der G7-Staaten, die nun mehr zahlen Preise müssten gezahlt werden, um das „korrupte Regime in der Ukraine“ zu unterstützen. Insgesamt kritisierte Medwedew die Äußerungen beim G7-Treffen als verlogen.

17:38 Uhr: Russland weist die Verantwortung für die hohen Lebensmittelpreise und die Gefahr einer weltweiten Hungerkrise zurück und reagiert scharf auf die Vorwürfe von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne). Die Preise seien aufgrund westlicher Sanktionen gestiegen, schrieb die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Zakharova, auf ihrem Telegram-Kanal. „Wenn Sie das nicht verstehen, ist das entweder ein Zeichen von Dummheit oder eine bewusste Irreführung der Öffentlichkeit“, sagte sie Baerbock.

Zuvor hatte der deutsche Außenminister Russland vorgeworfen, durch die Blockade ukrainischer Seehäfen eine globale Ernährungskrise heraufzubeschwören. Sie betonte, dass westliche Sanktionen nicht gegen Getreideexporte gerichtet seien. Dies ist eine bewusste Falschinformation von russischer Seite. Lesen Sie hier mehr darüber.

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