Donnerstag, August 11, 2022
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Ukrainisches Getreideschiff: „Razoni“ darf Zielhafen anlaufen

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Der ukrainische Getreidespediteur hat alle Kontrollen in Istanbul bestanden und ist nun auf dem Weg in den Libanon. Internationale Experten hatten das Schiff zuvor auf Waffen überprüft – nicht spannungsfrei.

Der erste mit ukrainischem Getreide beladene Frachter seit Beginn des russischen Angriffskrieges hat nach einer Inspektion in Istanbul die Freigabe zur Weiterfahrt in den Libanon erhalten. Internationale Inspektoren haben ihre Inspektion beendet, teilte das türkische Verteidigungsministerium mit.

Die Experten aus der Ukraine, Russland, der Türkei und den Vereinten Nationen gingen am Morgen an Bord des Schiffes und überprüften, ob nur die 26.000 Tonnen Mais oder möglicherweise Waffen transportiert wurden.

Die gemeinsame Mission war nicht ohne Spannungen, eh ARD-Korrespondent Michael Schramm berichtet: „Um den großen Getreidetransporter zu untersuchen, muss man in einem kleinen Boot übersetzen. Die Vertreter der Ukraine und Russlands weigerten sich jedoch, dies im selben Boot zu tun. Also wurde er in zwei getrennten Booten überquert konnte es sofort sehen: Hier ist Spannung.“ Insgesamt dauerte die Inspektion zwei Stunden, was eine ziemlich lange Zeit war.

Im Rahmen des Ende Juli zwischen der Ukraine und Russland unterzeichneten Abkommens hat die „Razoni“ am Montag als erstes Schiff den ukrainischen Schwarzmeerhafen Odessa verlassen.

Nach Angaben des ukrainischen Infrastrukturministeriums warten derzeit 17 bereits beladene Schiffe auf die Erlaubnis zum Ablegen. Sie sollen durch einen sicheren Korridor durch verminte Gewässer im Schwarzen Meer geleitet und von ukrainischen, russischen, türkischen und UN-Experten überprüft werden, bevor sie das Mittelmeer verlassen.

Damit soll der Export von Millionen Tonnen Getreide gesichert werden, die wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine festsitzen. Gleichzeitig soll einem möglichen Waffenschmuggel vorgebeugt werden.

Trotz des erfolgreichen Transports warnte Russland erneut vor einem möglichen Scheitern des Getreideabkommens. Das Abkommen habe „Paketcharakter“, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Zakharova, nach Angaben der Agentur Interfax. „Deshalb warnen wir vor Versuchen, den zweiten Teil des Pakets zu verzögern oder nicht zu erfüllen“, sagte sie und verwies auf die Aussicht, einige Sanktionen gegen Russland zu lockern.

Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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