Samstag, Oktober 1, 2022
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Um die Kliniken zu entlasten, wirbt DIVI-Chef für einen stärkeren Einsatz von Paxlovid

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Mit Paxlovid gibt es ein Medikament, das schwere Covid-19-Verläufe reduzieren kann. Bisher wird es jedoch eher zögerlich verschrieben. Das soll sich jetzt ändern, darin sind sich Gesundheitsminister Lauterbach und DIVI-Chef Marx einig.

Intensivmediziner werben für eine verstärkte Gabe des Corona-Medikaments Paxlovid, um schweren Covid-Erkrankungen vorzubeugen und damit die Kliniken in Deutschland zu entlasten. „Ich glaube tatsächlich, dass die stärkere Behandlung mit diesem Medikament dazu beitragen könnte, dass weniger Corona-Patienten mit schwerem Verlauf auf Intensivstationen behandelt werden müssen“, sagte Gernot, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Marx, die Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Marx betonte, Studiendaten deuteten darauf hin, dass die Gabe von Paxlovid gerade zu Beginn einer Infektion einen schweren Verlauf verhindern könne. „Wenn eine Behandlung mit dem Medikament indiziert ist und der Patient es wünscht, sollten Ärzte es stärker als bisher tun“, sagte der Mediziner. Seine Hoffnung ist, dass dadurch ein Teil des schweren Fortschreitens der Krankheit verhindert werden kann.

Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach wirbt für einen verstärkten Einsatz von Paxlovid, um schwere Covid-Fälle zu verhindern. Hausärzte können das Medikament nun in ihren Praxen vorrätig halten und direkt an Corona-Patienten abgeben, so Lauterbach im „Spiegel“. Der Umweg über Apotheken entfällt.

Jedes Pflegeheim in Deutschland soll neben einem Impfbeauftragten auch einen Paxlovid-Beauftragten ernennen, der sich um alle Belange rund um das Corona-Medikament kümmert. Dort soll laut Lauterbach künftig auch ein Vorrat des Medikaments gelagert werden dürfen, um schnell eingesetzt werden zu können.

Das Medikament, das vom US-Pharmakonzern Pfizer hergestellt wird, hat seit Januar 2022 eine bedingte Zulassung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA). Generell wird Paxlovid Patienten empfohlen, die nicht schwer krank sind, aber ein hohes Risiko haben, ins Krankenhaus eingeliefert zu werden aufgrund von Vorerkrankungen oder anderen Faktoren. Das Medikament sollte innerhalb von fünf Tagen nach Auftreten der Symptome eingenommen werden.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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