Sonntag, Oktober 2, 2022
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Um Moore zu schützen, wird England den Verkauf von Torfprodukten ab 2024 verbieten

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Die meisten Blumenerden enthalten große Mengen Torf, der aus Mooren gewonnen wird. Die britische Regierung plant, den Verkauf torfhaltiger Produkte zu verbieten. Sie will die Moore und die Umwelt schützen.

Zum Schutz von Torfmooren in Großbritannien darf torfige Blumenerde ab 2024 nicht mehr an Hausgärtner verkauft werden. Das bedeutet, dass die Produkte nicht mehr in Gartencentern und Supermärkten erhältlich sein sollen. Bisher machen sie dort 70 Prozent des Umsatzes aus. Auch für den Gartenbau soll ein Verbot eingeführt werden. Allerdings steht dafür noch kein Datum fest. Grundbesitzer können weiterhin Torf abbauen, aber das Umweltministerium geht davon aus, dass das Verbot zu einer deutlich geringeren Nachfrage führen wird. Torf aus Hochmooren ist oft Bestandteil von Blumenerde, weil er Wasser gut bindet und einen hohen Säuregehalt hat.

„Moorgebiete sind Großbritanniens größte Kohlenstoffsenke, aber nur etwa 13 Prozent unserer Moore sind in einem naturnahen Zustand“, teilte das Umweltministerium in London mit. Gründe sind Entwässerung für landwirtschaftliche Zwecke und Überweidung. „Wenn dieser Abbau stattfindet, wird der im Moor gespeicherte Kohlenstoff als Kohlendioxid freigesetzt und trägt zum Klimawandel bei“, sagte das Ministerium. Insgesamt speichern Moore im Vereinigten Königreich rund 3,2 Milliarden Tonnen Kohlenstoff, mehr als Wälder, berichtete die BBC.

Umweltschützer fordern seit langem härtere Schutzmaßnahmen. Die Regierung will im Rahmen ihrer Netto-Null-Strategie bis 2025 insgesamt 35.000 Hektar Moorlandschaften wiederherstellen. Die Verordnung gilt nur für den größten Teil des Vereinigten Königreichs, England. Wales wird voraussichtlich bis Mai 2024 ein ähnliches Verbot einführen. Die schottische Regionalregierung hat einen solchen Schritt angekündigt, aber noch kein Datum genannt. In Nordirland wurden Vorschläge, den Verkauf von Torfboden bis 2025 zu verbieten, kürzlich verworfen.

Auch in Deutschland gibt es Bestrebungen, Moorgebiete zu verwässern. Auch hierzulande enthalten viele Blumenerden – auch Bio-Blumenerden – Torf aus Hochmooren. Umweltfreundlicher ist laut Umweltbundesamt Blumenerde mit Kompost, Holzfasern, Tonmineralien und Lavagranulat.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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