Montag, Dezember 6, 2021
StartNACHRICHTENUmzug innerhalb der Luftwaffe transportiert Intensivpatienten

Umzug innerhalb der Luftwaffe transportiert Intensivpatienten

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In vielen Regionen stoßen Kliniken angesichts der grassierenden vierten Welle an ihre Kapazitätsgrenzen. Nun sind umfangreiche Umzüge geplant, bei denen Patienten nicht mehr ausreichend versorgt werden können. Auch die Luftwaffe ist beteiligt.

Ab Nachmittag beteiligt sich die Luftwaffe mit einem Spezialflugzeug an der Verlegung von Intensivpatienten in der Corona-Pandemie. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll um 14 Uhr ein Airbus A310 MedEvac auf dem bayerischen Flughafen Memmingen landen und Schwerkranke nach Münster-Osnabrück in Nordrhein-Westfalen fliegen. Die Ankunft der Maschine ist für den frühen Abend geplant.

Schnelle Transportkapazitäten mit Flugzeugen sollen genutzt werden, um bei regionalen Engpässen in Krankenhäusern Intensivpatienten in Regionen mit freien Kapazitäten fliegen zu können. Die Air Force hat zwei Flugzeuge für den Hilfseinsatz bereit.

Dazu gehört der Airbus A310 MedEvac, eine „fliegende Intensivstation“ mit sechs dieser Behandlungsplätze, sowie eine umgebaute Spezialmaschine, das Überwachungsflugzeug A319OH („open sky“). Darin wurden zwei Plätze zur Intensivbehandlung eingebaut. Auch in Wunstorf (Niedersachsen) ist ein A400M MedEvac stationiert.

Im Rahmen des sogenannten Kleeblattsystems sollen auch Covid-19-Patienten bundesweit verteilt werden können, wenn Krankenhäuser in einzelnen Regionen vom Zusammenbruch bedroht sind. Nach einem Kriterienkatalog der Intensivmedizinischen Gesellschaft DIVI ist eine Verlegung von Patienten mit anderen Erkrankungen nur in Ausnahmefällen geplant. Das Konzept wurde im Frühjahr 2020 unter dem Eindruck der ersten Corona-Welle ins Leben gerufen.

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