Mittwoch, September 28, 2022
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Uniper braucht mehr Geld vom Staat

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Der angeschlagene Energiekonzern Uniper hat weitere Staatskredite im Volumen von vier Milliarden Euro beantragt. Damit würden die staatlichen Beihilfen auf einen zweistelligen Milliardenbetrag steigen.

Der in finanzielle Schieflage geratene Energiekonzern Uniper hat weitere Staatskredite in Höhe von vier Milliarden Euro beantragt. Das Unternehmen gab heute bekannt, dass zwei Milliarden Euro aus der bestehenden Kreditfazilität der landeseigenen KfW-Bank in Anspruch genommen und die Fazilität in Höhe von neun Milliarden damit vollständig ausgeschöpft wurde. Sie haben deshalb eine Verlängerung der Kreditlinie in Höhe von vier Milliarden Euro beantragt.

Mit dem Antrag auf weitere Staatshilfen solle „die kurzfristige Liquidität des Unternehmens sichergestellt werden“, erklärte Uniper. „Die heute beantragte Verlängerung der Kreditlinie sichert die Energielieferungen, die wir unseren Kunden zugesagt haben, und stabilisiert damit die Energiemärkte“, sagte Uniper-Chef Klaus-Dieter Maubach.

Wegen der Drosselung russischer Lieferungen über die Ostseepipeline Nord Stream 1 muss der Düsseldorfer Konzern Gas teurer am Markt einkaufen, um Verträge zu erfüllen. Dies führt zu Liquiditätsproblemen. Ab Oktober hofft Uniper auf eine Entlastung von der geplanten Gasumlage, mit der Gaskunden Uniper und andere unter Druck geratene Versorger unterstützen sollen. Die Gruppe spielt eine zentrale Rolle in der deutschen Energieversorgung und beliefert mehr als 100 Stadtwerke und Industrieunternehmen.

Im Juli schnürte die Bundesregierung ein milliardenschweres Rettungspaket für Deutschlands größten Gasimporteur. Diese sah neben den KfW-Milliarden auch vor, dass sich der Staat mit rund 30 Prozent einmischt. Details müssen Bund und Uniper unter anderem noch mit dem finnischen Mutterkonzern Fortum klären.

Nach dem erneuten Antrag auf Staatshilfe fiel die Uniper-Aktie zunächst um sieben Prozent auf ein Rekordtief von 5,05 Euro, bevor sie sich erholte. Vor einem Jahr notierte das Papier noch bei über 30 Euro.



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Abgel T
Abgel T
Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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