Dienstag, August 9, 2022
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"Unsere Grenzen enden nirgendwo" Medwedew erwähnt Georgien und Kasachstan "künstliche Zustände"

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Der Zusammenbruch der Sowjetunion erodiert das Selbstverständnis der russischen Führung. Nicht nur Kreml-Chef Putin, auch Ex-Präsident Medwedew träumt von Eroberungszügen und einem wiedervereinigten Großrussland. Aber zuerst muss Kiew befreit werden.

Der frühere russische Präsident und Ministerpräsident Dmitri Medwedew deutete auf Telegram eine mögliche Annexion Georgiens und Kasachstans an. Das osteuropäische Medienprojekt Nexta berichtet, dass er in einem Beitrag die beiden Länder als „Kunststaaten“ bezeichnet habe und dass „alle Menschen, die in der einst so großen und mächtigen UdSSR lebten, bald wieder in Freundschaft zusammenleben werden“. Laut Nexta löschte Medwedew den Post wenig später und behauptete, sein Telegram-Account sei gehackt worden.

eines Übersetzung Laut Medwedew begann sein Beitrag mit dem Zusammenbruch der ehemaligen Sowjetunion und der Unabhängigkeitsbewegung der ehemaligen Mitgliedsstaaten. „Der fatale Fehler der frühen 1990er Jahre wird korrigiert“, droht Medwedew. „Daran besteht kein Zweifel. Wir werden keine Kosten und Mühen scheuen.“

In seinen Augen hat die Vereinigung der UdSSR bereits begonnen. „Nach der Befreiung Kiews und aller kleinrussischen Regionen von den nationalistischen Banden, die sich die ukrainische Kultur ausgedacht haben, wird Russland wiedervereinigt, mächtig und unverwundbar sein. So wie es vor 1000 Jahren in den Tagen des alten russischen Staates war.“

Dann, so Medwedew, „wird die nächste Kampagne zur Wiederherstellung der Grenzen unseres Vaterlandes folgen. Und diese Grenzen, wissen Sie, enden nirgendwo.“

Zum Mutterland gehören demnach alle Gebiete, die „vom Blut der russischen Vorfahren durchtränkt sind und über viele Jahrhunderte in zahlreichen Schlachten erobert wurden“, fährt er fort. „Wir haben keine Pläne, diese Gebiete abzutreten.“

Als Beispiel nennt Medwedew dann das heutige Georgien, das vor der russischen Annexion im 19. Jahrhundert „nicht einmal existierte“, sondern erst vom Russischen Reich geschaffen wurde.

Am Ende seines Beitrags wendet sich der ehemalige russische Präsident Kasachstan zu. Das zentralasiatische Land entstand erst durch die russische Besiedlung im 17. Jahrhundert. Das habe mehr als 300 Jahre gedauert, schreibt Medwedew. „Kasachstan ist ein künstlicher Staat“, erklärt er. Nun aber soll die russischstämmige Bevölkerung durch Umsiedlung vertrieben werden. „Das kann man als Völkermord an den Russen ansehen. Das werden wir nicht hinnehmen.“

Medwedew war von 2008 bis 2012 Präsident von Russland und dann bis 2020 Ministerpräsident von Russland. Der 56-Jährige galt einst als liberale Hoffnung im Kreml. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine macht der treue Gefolgsmann Wladimir Putins vor allem mit martialischen Drohungen auf sich aufmerksam. Noch vor zwei Wochen drohte Medwedew der Ukraine mit dem „Jüngsten Gericht“ und phantasierte immer wieder von ihrer Vernichtung.



Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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