Freitag, August 12, 2022
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"Unterberichterstattung über Infektionen" PCR-Testflaute lässt Corona-Dunkelheit steigen

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Die offizielle Zahl der Corona-Fälle in Deutschland basiert auf PCR-Testergebnissen. Weil aber immer mehr Menschen nur noch auf Antigentests zurückgreifen, vermuten Mediziner eine erhebliche Dunkelziffer. Expertenrat Nießen schätzt, dass diese bis zu dreimal so hoch sind wie die offiziellen Zahlen.

Weil immer weniger Menschen einen PCR-Test machen, gehen die deutschen Gesundheitsämter davon aus, dass die Zahl der Corona-Infektionen weitaus höher ist als offiziell angegeben. Nach Angaben der Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland schätzt Johannes Nießen, Vorsitzender des Bundesverbandes der Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst (BVÖDG), die Corona-Dunkelheit um etwa das Zwei- bis Dreifache der offiziellen Zahlen. Dass sich immer mehr Menschen einem Antigentest unterziehen, aber keinen PCR-Test mehr durchführen, führe zu „einer Untererfassung von Infektionen“, erklärte Nießen, der auch im Sachverständigenrat der Bundesregierung sitzt.

Die offizielle Summe der Corona-Fälle ergibt sich aus den gemeldeten positiven PCR-Tests abzüglich der Verstorbenen. „Nur ein Teil der positiven Schnelltests macht zur Bestätigung auch einen PCR-Test“, bestätigt der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärztebundes, Ulrich Weigeldt. „Allein deshalb ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen.“ Dem Bericht zufolge hat das Robert Koch-Institut (RKI) in der Woche ab dem 18. Juli nur 890.000 PCR-Tests registriert. Zu Spitzenzeiten im Januar und März dieses Jahres waren es rund 2,5 Millionen Tests pro Woche.

Das RKI verzeichnet derzeit täglich Zehntausende Corona-Infektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt mit 417,2 deutlich unter dem Wert der Vorwoche (578,1). Neben dem Testverhalten können aber auch verspätete Anmeldungen oder Übertragungsprobleme zu einer Verfälschung einzelner Tageswerte führen. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle von Wochentag zu Wochentag stark, da viele Bundesländer diese insbesondere am Wochenende nicht an das RKI übermitteln und ihre Fälle später in der Woche melden. Seit Beginn der Pandemie zählt das RKI 31.228.314 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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