Donnerstag, Januar 27, 2022
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Untersuchungen zu Kindeswohlgefährdung – Lehrer fährt mit Sohn im Kofferraum zum Corona-Test

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Sie befürchtete, dass ihr 13-jähriger Sohn an Corona erkrankt sei. Weil sie sich auf keinen Fall anstecken wollte, wählte eine Lehrerin in den USA ein ungewöhnliches Transportmittel. Jetzt werden sie untersucht.

In den USA sorgt der Fall einer Mutter, die ihren 13-jährigen Sohn für einen Corona-Test in den Kofferraum ihres Autos gelegt hat, für Diskussionen. Die 41-jährige Lehrerin Sarah Beam ist vergangene Woche zu einem Drive-In-Corona-Testzentrum in Houston gefahren. Sie sagte den Arbeitern dort, dass ihr Sohn getestet werden sollte, und da bei ihm bereits das Coronavirus nachgewiesen worden war, packte sie ihn in den Kofferraum, um sich nicht anzustecken.

Eine Mitarbeiterin des Testzentrums sagte der Mutter, sie wolle den Jungen sehen und könne erst auf dem Rücksitz des Autos getestet werden. Die Mutter musste den nicht nur geschlossenen, sondern auch verschlossenen Kofferraum aufschließen. Der Angestellte rief auch die Polizei.

Am vergangenen Samstag wurde Beam schließlich wegen Gefährdung des Kindeswohls festgenommen. Sie wurde am nächsten Tag gegen eine Kaution von 1.500 US-Dollar freigelassen. Beams Schule teilte mit, der Lehrer sei derzeit beurlaubt. Wann ihr Fall verhandelt wird, steht noch nicht fest.

Sarah Beam unterrichtet Englisch an einer High School und wurde Berichten zufolge 2017 als engagierte Spotlight-Lehrerin anerkannt. Ihr Vater ist ein bekannter Rechtsextremist, der unter anderem im Ku-Klux-Clan aktiv war. Er wurde beschuldigt, 1982 seine zweijährige Tochter aus einer Wohnung in Dallas entführt zu haben.

Am Montag versammelten sich einige Unterstützer von Sarah Beam, darunter ehemalige Gymnasiasten, vor ihrem Haus in Jersey Village, einem Vorort von Houston, Texas. Die Demonstranten hinterließen am Haus Unterstützungsbotschaften, in denen sie den Angeklagten als „großartige Lehrerin, liebevolle Mutter“ lobten. Die Botschaften „Wir sind immer an deiner Seite“ und „Beurteile ein Buch nicht nach seinem Einband“ hingen auf Transparenten an den Fenstern des Hauses.

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