Donnerstag, Dezember 1, 2022
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Unwetter in ganz Italien Venedig aktiviert seine teuren Hochwasserschutztore

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Im Herbst und Winter wird Venedig regelmäßig von schweren Stürmen heimgesucht. Besonders bei Mosaiken und Fresken in historischen Gebäuden sind die steigenden Salzwasserstände ein Problem. Am Morgen aktiviert die Lagunenstadt deshalb „Moses“.

Die norditalienische Lagunenstadt Venedig hat wegen schwerer Überschwemmungen ihre Hochwasserschutztore erweitert. Der Pegel hat ein Niveau von rund 170 Zentimetern über dem Normalniveau erreicht, wie die Gemeinde am Morgen mitteilte. Es gilt die höchste Warnstufe.

Ohne den Hochwasserschutz wären den Angaben zufolge bei diesem Wert rund 80 Prozent der Fußgängerwege in der touristisch beliebten Stadt überflutet. Ein solcher Pegel würde nach Angaben der Gemeinde auch dazu führen, dass die Menschen auf dem berühmten Markusplatz fast hüfttief im Wasser stünden. Am Dienstag zeigten Live-Bilder Fußgängerbrücken und Menschen, die über den verregneten Platz gingen, aber er stand nicht unter Wasser.

Die Stadt setzte den mit „Moses“ abgekürzten Mechanismus in den frühen Morgenstunden ein. Das System besteht aus 78 gelben Klappen, die an drei Eingängen zur Lagune installiert sind. Venedig erhöht den Hochwasserschutz vor allem im Herbst, wenn Regen und Sturm die Wasserstände ansteigen lassen. Das milliardenschwere Bauwerk ist seit 2020 in Betrieb. Seitdem wurden größere Überschwemmungen vermieden. Eine solche Flut wie am Dienstag musste „Mose“ jedoch seit ihrer Indienststellung noch nicht abwehren.

Das Salzwasser des Meeres ist ein besonderes Problem für die Unesco-Weltkulturerbestadt. Besonders gefährdet sind Mosaike und Fresken in historischen Gebäuden wie Kirchen.

Zuletzt gab es etwa 2019 ein größeres Hochwasser, als in der Nacht vom 12. auf den 13. November ein Wasserstand von 187 Zentimetern über Normal gemessen wurde. Das historische Jahrhunderthochwasser in Venedig geht auf das Jahr 1966 zurück, als das Wasser auf 194 Zentimeter anschwoll. Auch in anderen Teilen Italiens fielen am Dienstag die Schulen wegen Unwettern und Starkregen aus, etwa in der Küstengemeinde Ostia bei Rom oder auf Sardinien. Der Zivilschutz meldete vor Ort umgestürzte Bäume und Überschwemmungen.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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