Donnerstag, Dezember 8, 2022
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Unzureichende Ausrüstung Putin will die Finanzströme für die Armee kontrollieren

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Russische Soldaten klagen zunehmend über schlechte oder fehlende Ausrüstung. Präsident Wladimir Putin will deshalb künftig mehr Kontrolle über die Finanzströme für Armeeausgaben haben. Damit soll auch der Korruption und der Veruntreuung von Haushaltsmitteln vorgebeugt werden.

Angesichts zahlreicher Berichte, russische Soldaten seien für Moskaus Krieg in der Ukraine unzureichend ausgerüstet, will Präsident Wladimir Putin die Finanzströme für die Armeeausgaben straffen. Laut einer vom Kreml veröffentlichten Aufgabenliste muss die Regierung bis Freitag Vorschläge für eine bessere Ausgabenkontrolle und den gezielten Einsatz von Haushaltsmitteln für die „militärische Spezialoperation“ in der Ukraine vorlegen.

Um die Qualität der Ausrüstung zu verbessern, soll eine Art direkter Draht zwischen den in der Ukraine eingesetzten Einheiten und den Rüstungsherstellern aufgebaut werden. Damit soll offenbar auch Korruption und die Veruntreuung von Haushaltsmitteln zur Aufrüstung der Armee verhindert werden. Seit mehr als acht Monaten führt Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine, bei dem Zehntausende russische Soldaten getötet worden sein sollen. Beim Besuch eines Truppenübungsplatzes bei Moskau vor drei Wochen überprüfte Putin demonstrativ die Ausrüstung der Kämpfer.

In russischen unabhängigen Medien gibt es zahlreiche Berichte von Wehrpflichtigen, die sich über schlechte und fehlende Ausrüstung beschweren. Manchmal gibt es nicht einmal Helme oder Waffen. Von ihrem eigenen Geld kauften die Rekruten Schlafsäcke, Medikamente oder sogar Militärstiefel für den Winter. Immer wieder wenden sich Frauen in Videobotschaften mit Appellen an die Öffentlichkeit, die Reservisten sollten besser versorgt und geschützt werden.

Auch Politiker und Gouverneure hatten ihre Bestürzung zum Ausdruck gebracht. Der Duma-Abgeordnete Andrei Gurulev, Mitglied des Verteidigungsausschusses, berichtete, dass anderthalb Millionen Sätze persönlicher Ausrüstung verschwunden seien und niemand es erklärt habe. Die Gouverneure kaufen jetzt selbst Ferngläser und Nachtsichtgeräte für die Wehrpflichtigen und umgehen damit das Budget des Verteidigungsministeriums.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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