Donnerstag, Dezember 8, 2022
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US-Territorium in Reichweite Nordkorea: Fortschritte beim Ausbau nuklearer Kapazitäten

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Nordkorea sieht seine nukleare Schlagkraft mit neuen Raketentypen gestärkt. Jetzt könne „jede nukleare Bedrohung“ abgewehrt werden, wird Machthaber Kim in staatlichen Medien zitiert. Die Vereinigten Staaten ihrerseits haben auf Nordkoreas jüngsten Raketentest reagiert, indem sie militärische Stärke demonstriert haben.

Nordkorea sieht Fortschritte beim Ausbau seiner nuklearen Kapazitäten, um die Vereinigten Staaten von einem angeblich erfolgreichen Test einer neuen Interkontinentalrakete abzuhalten. Mit der Rakete „neuen Typs“ hätten die Streitkräfte ein weiteres Mittel zur Hand, um „jede nukleare Bedrohung abzuwehren“, zitierten staatliche Medien in dem weitgehend isolierten Land Machthaber Kim Jong Un. Als Reaktion auf den Raketenstart demonstrierten die USA den zweiten Tag in Folge militärische Stärke und schickten Langstreckenbomber für eine Luftübung mit Südkorea auf die koreanische Halbinsel.

Kim Jong Un hatte den Test überwacht und erschien überraschend mit seiner Tochter im Teenageralter und seiner Frau Ri Sol Ju beim Raketenstart. Staatliche Medien veröffentlichten erstmals Fotos der Tochter. Dass Kim mit ihr auftrat, werteten Beobachter als gezielte Geste, um Selbstbewusstsein zu demonstrieren.

Kim warf den USA erneut vor, auf Konfrontationskurs zu gehen und Nordkorea mit Atomwaffen zu bedrohen – ein Vorwurf, den Washington zurückweist. Kim drohte, „auf Atomwaffen mit Atomwaffen und auf totale Konfrontation mit totaler Konfrontation zu antworten“. Jede militärische Gegenaktion der USA und ihrer Verbündeten, darunter Südkorea, würde zur Selbstzerstörung führen, drohte er.

Südkorea sagte, Nordkorea habe am Freitag zum zweiten Mal in diesem Monat eine Rakete abgefeuert, die theoretisch US-Territorium erreichen könnte. Nordkorea identifizierte die Rakete als „Hwasongpho-17“ und rühmte sich damit, „die stärkste strategische Waffe der Welt“ zu besitzen. Nach einem Flug in einer Höhe von bis zu 6040,9 Kilometern und einer Distanz von knapp 1000 Kilometern stürzte sie in einem zuvor anvisierten Gebiet im Japanischen Meer (koreanisch: Ostmeer) ins Wasser.

Die EU, die USA und ihre Verbündeten Südkorea und Japan verurteilten den Raketentest. UN-Resolutionen verbieten Pjöngjang, Interkontinentalraketen und andere ballistische Raketen zu testen, die je nach Design mit einem Atomsprengkopf bewaffnet werden können. Nordkorea hat das Tempo und den Umfang seiner ballistischen Raketentests seit Anfang des Jahres deutlich erhöht.

In einer veröffentlichten EU-Erklärung heißt es, Pjöngjangs fortgesetzte Bemühungen, immer bedrohlichere Trägersysteme für Massenvernichtungswaffen zu entwickeln, gefährdeten alle Länder. Der neue Raketentest ist illegal und rücksichtslos. Die US-Regierung hingegen stufte den Test als zutiefst beunruhigend, aber nicht als Bedrohung für die Vereinigten Staaten ein. Mit jedem Raketenstart lerne Nordkorea dazu – und das sei besorgniserregend, sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates, John Kirby, am Freitag (Ortszeit) in Washington. Nordkoreas Raketenprogramm wächst weiter, was nicht nur die koreanische Halbinsel, sondern die gesamte Region destabilisiert.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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