Sonntag, August 14, 2022
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USA und Iran: Atomgespräche sollen fortgesetzt werden

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Die Verhandlungen über die Wiederbelebung des Atomabkommens mit dem Iran sind seit Monaten festgefahren. Nun wollen Delegationen aus Teheran, den USA und der EU nach Wien reisen und die Gespräche fortsetzen.

Der Iran und die USA haben eine Wiederaufnahme ihrer indirekten Gespräche zur Wiederbelebung des internationalen Atomabkommens in Wien angekündigt. Chefunterhändler Ali Bagheri Kani werde Teheran in wenigen Stunden verlassen, berichteten iranische Staatsmedien unter Berufung auf das Außenministerium. Unter Vermittlung der Europäischen Union sollen „Ideen verschiedener Seiten diskutiert werden“.

Der Chefunterhändler der EU bei den Atomgesprächen mit dem Iran, Enrique Mora, schrieb auf Twitter, die Verhandlungen würden sich auf die Wiederherstellung des Atomabkommens konzentrieren. Er kündigte auch seine Reise nach Wien an.

Die US-Regierung teilte mit, dass auch der Sondergesandte Rob Malley diese Woche nach Wien reisen werde. Details wurden nicht genannt.

Das internationale Atomabkommen von 2015 soll verhindern, dass Teheran Atomwaffen baut. Es sieht vor, dass der Iran seine nuklearen Aktivitäten zugunsten einer Lockerung der internationalen Sanktionen einschränkt. Die USA sind 2018 aus dem Abkommen unter Ex-Präsident Donald Trump ausgestiegen und haben die Sanktionen gegen den Iran wieder eingeführt. Als Reaktion darauf verzichtete Teheran schrittweise auf seine Verpflichtungen aus dem Abkommen.

Am 26. Juli legte EU-Außenbeauftragter Josep Borrell den beteiligten Parteien der Wiener Verhandlungen einen Kompromissentwurf vor und forderte sie auf, ihn anzunehmen, um „eine gefährliche Nuklearkrise zu vermeiden“. Der Iran äußerte sich daraufhin optimistisch, dass eine Wiederbelebung des Atomabkommens erreicht werden könne.

Ziel der Wiener Gespräche ist es, Washington zu einer Rückkehr zum Abkommen zu bewegen. Die Verhandlungen wurden letztes Jahr wieder aufgenommen, sind aber seit März aufgrund von Differenzen zwischen Teheran und Washington ins Stocken geraten. Ende Juni fanden in Katar indirekte Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran statt, die jedoch nach zwei Tagen ohne Durchbruch endeten.

Hintergrund sollen Differenzen zwischen Teheran und der US-Regierung über den Status der iranischen Revolutionsgarden gewesen sein. In den Vereinigten Staaten stehen die Revolutionsgarden auf einer Liste terroristischer Organisationen.

Die Internationale Atomenergiebehörde hat kürzlich gewarnt, dass der Iran nur wenige Wochen braucht, um das Ausgangsmaterial für eine Atombombe herzustellen. Teheran hat immer betont, dass Nukleartechnologie nur für friedliche Zwecke eingesetzt werden sollte.



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Abgel T
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Ich arbeite seit ca. 3 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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