Freitag, Januar 21, 2022
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Utopisches Wagnis CDU-Vize-General sucht günstige Wohnung in Berlin

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Christina Stumpp ist Mitglied der neuen CDU. Der Bundestagsabgeordnete aus Baden-Württemberg scheint den Wohnungsmarkt in der Hauptstadt nicht zu kennen. Mit eher unrealistischen Vorstellungen fragt sie im Intranet der Partei nach Tipps zur Wohnungssuche.

Christina Stumpp ist bei der Bundestagswahl im September erstmals für die CDU in den Bundestag gewählt worden. Zudem soll der 34-jährige Wahlkampfberater von Friedrich Merz dem neuen Parteichef als stellvertretender Generalsekretär bei der Neuordnung der Union helfen. Aber sie hat immer noch mit dem Berliner Wohnungsmarkt zu kämpfen. Wie unter anderem der „Business Insider“ berichtet, bittet Stumpp im Intranet des Bundestags um Tipps zur Wohnungssuche.

Sie suchen eine Unterkunft im Regierungsviertel oder in unmittelbarer Nähe zum Bundestag. Doch die angestrebten 60 Quadratmeter oder mehr für maximal 800 Euro dürften auf einem so angespannten Wohnungsmarkt zum Problem werden, dass die Berliner im September für die Enteignung von Wohngruppen gestimmt haben.

Hilfe kommt bereits von SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert. Zu einer auf Twitter veröffentlichten Stellenausschreibung für eine wissenschaftliche Hilfskraft mit Schwerpunkt Mietenpolitik fügte er den Kommentar hinzu: „Halten Sie durch, Frau Stumpp! Das lösen wir bald für Sie!“

Bei der Volksabstimmung am 26. September stimmten 59,1 Prozent der Wähler in Berlin für die Enteignung großer Immobilienunternehmen. Bei den Verhandlungen zur Bildung einer neuen Landesregierung haben sich SPD, Grüne und Linke darauf verständigt, zunächst eine Expertenkommission zur Prüfung der Umsetzung einzusetzen und dafür ein Jahr Zeit zu bekommen.

Die neue Bundesbauministerin Klara Geywitz hält jedoch nichts von Enteignungen. Damit ändern sich nur die Eigentumsverhältnisse“, sagte die SPD-Politikerin dem „Tagesspiegel“. Sie verwies darauf, dass der Koalitionsvertrag für die neue Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP eine Mietpreisbremse bis 2029 vorsehe, eine Begrenzung von Mieterhöhungen in engen Grenzen Wohnungsmärkte und Ausbau „Ich werde mit der Justizministerin sprechen, um das schnellstmöglich umzusetzen.“ Sollte sich der Mietermarkt nicht entspannen, werde die SPD mit den Koalitionspartnern über weitere Schritte sprechen.

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