Samstag, Juni 25, 2022
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Venezuelas Oppositionsführer Guaidó wird bei einem Besuch vor Ort von einer Menschenmenge angegriffen

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Juan Guaidó versucht seit drei Jahren, Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro aus dem Amt zu drängen – bisher ohne Erfolg. Bei einer Ortsbesichtigung wird die Oppositionsfigur nun von einer aufgebrachten Menge angegriffen. Guaidós Team vermutet Handlanger des Regimes hinter dem Verbrechen.

Der venezolanische Oppositionsführer und selbsternannte Interimspräsident Juan Guaidó wurde bei einem Besuch vor Ort von einer aggressiven Menschenmenge körperlich angegriffen. Videos, die in sozialen Medien und vom Nachrichtenportal El Nacional geteilt wurden, zeigen, wie er am Samstag bei einem Besuch in der Stadt San Carlos im Bundesstaat Cojedes beleidigt, geschubst und mit Gegenständen beworfen wurde. Ein Foto zeigt Guaidó mit zerrissenem Hemd. Ob der 38-Jährige verletzt wurde, ist noch unklar.

Bewaffnete Handlanger der „Diktatur“ von Präsident Nicolás Maduro hätten Guaidó gewaltsam angegriffen und Mitglieder seines Teams geschlagen, teilte Guaidós Präsidialbüro in einer Erklärung mit. Das Auto, in dem Guaidó wegfuhr, wurde beschossen und von mehreren Kugeln getroffen. Unter den Rädelsführern der Angreifer war ein ehemaliger Kandidat für das Gouverneursamt von Cojedes von der regierenden sozialistischen Partei PSUV.

„Wir sind zutiefst besorgt über den unprovozierten Angriff auf Präsident Guaidó und seine Kollegen“, sagte Brian Nichols, US-Außenminister für Angelegenheiten der westlichen Hemisphäre. „Bei diesem ungeheuerlichen Angriff wurde Leben riskiert.“

Guaidó hatte sich Anfang 2019 zum Interimspräsidenten des südamerikanischen Landes erklärt und versucht seitdem, Maduro aus dem Amt zu drängen. Obwohl er zunächst viel Unterstützung aus westlichen Ländern erhielt, konnte er sich in Venezuela selbst nie durchsetzen. Zuletzt verlor er auch in seiner Heimat viel Rückhalt. Die Vereinigten Staaten erkennen Guaidó weiterhin als demokratisch gewählten Präsidenten der Nationalversammlung und Interims-Staatsoberhaupt an, bestätigte das Weiße Haus am Mittwoch nach einem Telefonat zwischen ihm und US-Präsident Joe Biden.

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