Samstag, Dezember 10, 2022
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Verdächtige Drohnenflüge Bundeswehr will Kaserne mit Störwaffen sichern

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Verdächtige Drohnenflüge über Standorten der Bundeswehr haben in den vergangenen Wochen für Aufsehen gesorgt. Einem Bericht zufolge soll das militärische Gelände nun mit speziellen Anti-Drohnen-Waffen geschützt werden. Demnach könnten die ersten Systeme bereits im März ausgeliefert werden.

Einem Medienbericht zufolge sollen Kasernen der Bundeswehr besser vor möglichen Drohnenangriffen geschützt werden. Wie der „Spiegel“ berichtet, sollen in Eile 80 Abwehrwaffen des Typs „HP47“ beschafft werden. Hintergrund sind mehrere Sichtungen unbemannter Luftfahrzeuge über Kasernen und dem Bonner Hauptquartier des Verteidigungsministeriums. Generalinspektor Eberhard Zorn bestätigte dem Magazin zufolge Ende Oktober nach dringender Anfrage des Landeskommandanten Carsten Breuer kurzfristig den unmittelbaren Bedarf.

Das „HP47“ ist ein relativ einfach zu bedienendes System made in Germany. Beim Sichten von Drohnen zielt ein Soldat mit dem sogenannten Effektor, der auf der Schulter platziert wird, auf das Flugobjekt und drückt ab. Unsichtbare Störsignale unterbrechen dann die Fernsteuerung der Drohne. Bislang soll die Bundeswehr nur über eine Handvoll „HP47“ verfügen, die vor allem für Auslandseinsätze wie etwa in Mali eingesetzt werden. Der Stückpreis liegt den Angaben zufolge bei 40.000 Euro.

Wie der „Spiegel“ unter Berufung auf Sicherheitskreise schreibt, könnte das erste „HP47“ für Deutschland im kommenden März ausgeliefert werden. Mit dem Sofortprogramm für rund drei Millionen Euro können Kasernen und die beiden Sitze des Verteidigungsministeriums in Bonn und Berlin geschützt werden, so die Hoffnung.

Seit einigen Wochen sorgen verdächtige Drohnenflüge in der Bundeswehr für Aufregung. Kleinere Drohnen wurden zunächst an mehreren Orten gesichtet, an denen ukrainische Soldaten an westlichen Waffensystemen ausgebildet wurden. Auch verdächtige Fahrzeuge in der Nähe des Militärgeländes wurden registriert. Der Militärgeheimdienst MAD vermutet Berichten zufolge, dass russische Geheimdienste die Übungsplätze ausspionieren wollten.

Zudem beobachtete ein Zeuge am 28. Oktober in der Nacht eine Drohne über dem Hauptquartier des Verteidigungsministeriums in Bonn. Bundeswehrinternen Aufzeichnungen zufolge soll die gesichtete Drohne eine Spannweite zwischen vier und acht Metern gehabt haben. Auch wenn Experten Zweifel an den Größenangaben haben, nehme die Bundeswehr die Sichtung ernst, schreibt das Magazin.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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