Samstag, November 26, 2022
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Verdächtiger schweigt Schüsse in US-Nachtclub: Gast schlägt Angreifer nieder

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Nach dem Angriff auf Gäste einer LGBTQ-Party, bei dem mindestens fünf Menschen ums Leben kamen, wurden Details darüber bekannt, wie der Angreifer daran gehindert wurde, weitere Menschen zu töten. Ein mutiger Clubbesucher hat wohl viele Leben gerettet. Der mutmaßliche Schütze verweigert derzeit eine Aussage.

Der mutmaßliche Schütze hat nach der tödlichen Schießerei in einem beliebten Nachtclub für Schwule, Lesben und Transsexuelle in der US-Stadt Colorado Springs nicht mit der Polizei gesprochen. Das sagte Polizeichef Adrian Vasquez am Vortag der „New York Times“. Der Angriff tötete 5 Menschen und verletzte 25 weitere. Die Behörden versuchen festzustellen, ob es sich bei dem Verbrechen um ein Hassverbrechen handelt. Laut Polizei betrat der 22-Jährige den Club mit einem Sturmgewehr und einer Handfeuerwaffe und begann sofort zu schießen. Er sagte kein Wort darüber. Schließlich wurde der Angreifer von einem Gast überwältigt. Er liegt nun verletzt im Krankenhaus.

Dem Gast sei es gelungen, dem Mann eine Waffe zu entreißen und ihn damit zu treffen, sagte der Bürgermeister von Colorado Springs, John Suthers, der New York Times. „Er hat Dutzende und Aberdutzende Leben gerettet“, sagte einer der Clubbesitzer, Matthew Haynes, bei einer kurzfristig angesetzten Trauerfeier. Der Angriff sei nach etwa einer Minute beendet, sagte Polizeichef Vasquez.

Der Angriff ereignete sich in der Nacht des Transgender Day, einem Tag zum Gedenken an die Opfer von Transphobie. In dem Club namens Club Q war für die Nacht eine Transgender-Party mit einer Drag-Show geplant, berichtete der lokale Sender KRDO. Laut Vasquez hatte es zuvor keine Drohungen gegen den Klub gegeben. Nachdem die Polizei den Namen des Angreifers veröffentlicht hatte, wurde bekannt, dass er laut offiziellen Unterlagen im vergangenen Jahr einen Polizeieinsatz ausgelöst hatte, indem er seine Mutter mit einer Bombe bedrohte. Zunächst blieb unklar, was aus den damaligen Ermittlungen gegen ihn wurde und wie er an seine Waffen kam.

Der Verein rief auf seiner Facebook-Seite zu Spenden für die Opfer auf. In Interviews mit lokalen Sendern haben Gäste den Veranstaltungsort als den einzigen Club seiner Art in Colorado Springs beschrieben, der ihnen einen „sicheren Hafen“ bietet, in dem sie sie selbst sein können. Die Polizei hatte zunächst von 18 Verletzten gesprochen. Im Laufe des Tages korrigierte sie die Zahl auf 25, wie die Sender CNN und KKTV berichteten. Wie viele Personen sich zum Tatzeitpunkt in dem Club aufhielten, blieb unklar. Laut den Besitzern war es – möglicherweise aufgrund des kalten Wetters – an einem Samstagabend nicht ganz so voll wie sonst.

KRDO sprach von einem der größten Polizeieinsätze in der Geschichte von Colorado Springs. Die Polizei betonte, dass nach dem ersten Anruf drei Minuten vor Mitternacht der Verdächtige um 00:02 Uhr in Gewahrsam genommen wurde.

US-Präsident Joe Biden drückte den Opfern und ihren Familien sein Beileid aus. Er betonte, dass Amerikas Schwulen-, Lesben- und Trans-Community in den letzten Jahren „furchtbare Gewalt“ erlebt habe. „Wir dürfen Hass nicht tolerieren“, schrieb Biden in einer Erklärung und wiederholte seine Forderung nach strengeren Waffengesetzen.

Im Jahr 2016 wurden 49 Menschen bei einem Angriff auf den bei der LGBTQ-Community beliebten Nachtclub Pulse in Orlando getötet. Der Schütze übernahm die Verantwortung für die Terrororganisation Islamischer Staat (IS). LGBT ist die englische Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender. Häufig werden auch die Varianten LGBTQ, LGBTQI oder LGBTQIA+ verwendet. Jeder Buchstabe steht für eine bestimmte Geschlechtsidentität oder sexuelle Orientierung.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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