Samstag, Mai 21, 2022
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Vereinigte Arabische Emirate: Mohammed bin Said neuer Präsident

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Die VAE haben einen neuen Präsidenten: Mohammed bin Said wurde vom Obersten Rat der Sieben Emirate einstimmig gewählt.

Der ehemalige Kronprinz von Abu Dhabi, Mohammed bin Said, ist zum neuen Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gewählt worden. Er tritt die Nachfolge seines am Freitag verstorbenen Stiefbruders Chalifa bin Said an.

Nach Angaben der staatlichen Agentur WAM haben die Führer der sieben Emirate des Landes den 61-jährigen Scheich Mohammed einstimmig zum Präsidenten gewählt.

Sie bedankte sich für das Vertrauen. Aufgrund der schweren Erkrankung seines Vorgängers galt Mohammed bin Said bereits als aktueller Herrscher der VAE.

Khalifa bin Said war auch der Emir von Abu Dhabi, dem größten der sieben Emirate. Auch Sheikh Mohammed bekleidet diesen Posten.

Das neue Staatsoberhaupt prägt die Politik der öl- und gasreichen Emirate seit mehreren Jahren maßgeblich. Unter seiner Führung hat sich das Land in den letzten Jahren zu einer wichtigen Regionalmacht entwickelt.

Die Emirate sind der von Saudi-Arabien geführten Koalition beigetreten, die seit mehreren Jahren militärisch im vom Bürgerkrieg gebeutelten Jemen aktiv ist. Mohammed bin Said hat enge Beziehungen zum Kronprinzen von Saudi-Arabien, Mohammed bin Salman. Allerdings gibt es auch Interessenkonflikte, insbesondere im Jemen.

2020 unterzeichneten die Emirate und Bahrain als erste Golfstaaten ein Abkommen zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Israel. Diese Annäherung wurde auch von Mohammed bin Said angeführt.

Sie richtet sich vor allem gegen den schiitischen Iran, in dem die Emirate einen erbitterten Feind sehen. Aber auch wirtschaftliche Interessen spielten eine Rolle.

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