Montag, Oktober 18, 2021
StartNACHRICHTENVerteranen half bei der Rettung. Ehemalige Biden-Helfer aus Afghanistan geholt

Verteranen half bei der Rettung. Ehemalige Biden-Helfer aus Afghanistan geholt

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Aman Chalili half einst dem damaligen Senator Joe Biden aus einer gefährlichen Situation in Afghanistan. 13 Jahre später bittet er den jetzigen Präsidenten um Hilfe. Wochen vergehen voller Ungewissheit, doch nun haben es US-Veteranen geschafft, den Mann und seine Familie außer Landes zu bringen.

Knapp zwei Monate nach der Machtübernahme der Taliban gelang einem ehemaligen Dolmetscher von US-Präsident Joe Biden die Flucht aus Afghanistan. Aman Chalili, der 2008 an einer Rettungsmission für den damaligen Senator Biden und zwei weitere US-Politiker teilgenommen hatte, sei über Pakistan nach Katar gereist, teilte das US-Außenministerium am Montag mit.

Khalili hatte regelmäßig für das US-Militär gearbeitet und Soldaten bei Kampfeinsätzen begleitet. 2008 war er Teil einer kleinen Einsatzgruppe, die Biden und seine Begleiter rettete, nachdem ihr Hubschrauber aufgrund eines Schneesturms in einem abgelegenen Gebiet notlanden musste. Zu dieser Zeit besuchte Biden zusammen mit den Senatoren Chuck Hagel und John Kerry, dem späteren Außenminister, Afghanistan. Es gab Bedenken, dass US-Politiker, die in den Bergen festsitzen, von den Taliban angegriffen werden könnten.

Laut einem Bericht des Wall Street Journal hatten sich Khalili und seine Familie mit Unterstützung von US-Veteranen und US-afghanischen Freiwilligen und pakistanischen Verbündeten in den letzten Wochen in geheimen Unterkünften in Kabul versteckt, bevor sie am vergangenen Dienstag über Land die Grenze zu Pakistan. Von dort wurden sie auf einer Maschine der US-Regierung nach Doha gebracht. Laut „Wall Street Journal“ sollen Chalili, seine Frau und ihre fünf Kinder nun in einem beschleunigten Verfahren Visa für die USA erhalten.

Nach der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban versuchte Chalilis Familie vergeblich, mit einem Evakuierungsflug aus Kabul zu fliehen. Nach dem Ende der internationalen Luftbrücke tauchte Chalili mit seiner Familie unter und rief Biden im Wall Street Journal um Hilfe. „Hallo Mr. President, rette mich und meine Familie“, sagte er der Zeitung. „Vergiss mich hier nicht.“ Das State Department in Washington versprach daraufhin, dem Dolmetscher zu helfen. „Wir holen Sie da raus. Wir werden Ihren Dienst ehren“, sagte Ministeriumssprecherin Jen Psaki damals.

Erstmals seit dem US-Abzug aus Afghanistan haben sich am Wochenende Vertreter der USA und der Taliban in Doha persönlich getroffen. In den Gesprächen ging es auch um den Weggang ehemaliger lokaler Arbeiter, die noch immer in Afghanistan festsitzen.

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