Sonntag, November 28, 2021
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Vierte Welle in Deutschland – Zahl der Corona-Ausbrüche an Schulen steigt

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Corona hört einfach nicht auf. Die Zahl der Infektionen bricht ständig Rekorde. Auch in den Schulen verschärft sich die Situation. Eine Übersicht über die aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts.

Corona-Ausbrüche sind derzeit an Schulen deutlich häufiger. Das geht aus dem Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts hervor, der am Donnerstagabend veröffentlicht wurde. „Nach einem kurzen Rückgang in der Herbstpause ist nun ein sehr schneller Anstieg zu beobachten.“ Demnach seien innerhalb von vier Wochen zuletzt 1.265 Ausbrüche gemeldet worden, hieß es. Allerdings sind die letzten zwei Wochen noch nicht bewertbar. Im Durchschnitt sind jüngere Schüler häufiger betroffen als ältere.

Aktuell liege die Zahl der Schulausbrüche „sehr deutlich“ über dem Maximalniveau der zweiten Welle. Anfang November wurden pro Woche rund dreimal mehr Ausbrüche gemeldet als im Vorjahr zu diesem Zeitpunkt. „Angesichts der gestiegenen Ausbruchshäufigkeit dürften die leichtere Übertragbarkeit der Delta-Variante und die erweiterten Testaktivitäten eine Rolle spielen, um Infektionen, auch asymptomatische, frühzeitig zu erkennen.“

In der vierten Corona-Welle gibt es laut RKI besonders viele positive Corona-Beweise bei Kindern und Jugendlichen. Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Woche bis zum letzten Sonntag war bei den 5- bis 9-Jährigen (829) und bei den 10- bis 14-Jährigen (921) mehr als doppelt so hoch wie im Bevölkerungsdurchschnitt (414). Besonders häufig werden aber auch Studierende auf Corona getestet.

An seiner allgemeinen Risikoeinschätzung änderte das RKI trotz der rasant steigenden Infektionszahlen zunächst nichts. Das Risiko für nicht oder nur einmal geimpfte wird weiterhin als „sehr hoch“ eingestuft, das Risiko für vollständig Geimpfte ist demnach „mäßig“, steigt aber mit steigenden Infektionszahlen.

Zudem hält das RKI die Entwicklung für „sehr besorgniserregend“. Es sei zu befürchten, dass „die verfügbaren intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten überschritten werden“. Es ist unbedingt erforderlich, „bei Symptomen einer neuen Atemwegserkrankung wie Schnupfen, Halsschmerzen oder Husten (unabhängig vom Impfstatus) zu Hause zu bleiben, Kontakt mit der Hausarztpraxis aufzunehmen und einen PCR-Test durchführen zu lassen, “ schreibt das RKI.

Ungeimpfte kommen nach RKI-Angaben deutlich häufiger mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus als vollständig Geimpfte. So war beispielsweise die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz (Krankenhauseinweisungen pro 100.000 Personen und Woche) in der Altersgruppe 60 und älter bei Ungeimpften 5,25-mal höher als bei Geimpften. Bei den 18- bis 59-Jährigen lag der Faktor bei 6,75, bei den 12- bis 17-Jährigen bei 6,33.

Erkrankt eine vollständig geimpfte Person an Corona, spricht man von einem Impfdurchbruch. Generell gilt: Je mehr Menschen geimpft werden, desto mehr Durchbrüche kann es geben.

Nach Angaben des RKI wurden 46,4 Prozent der Menschen ab 60 Jahren auf Intensivstationen innerhalb von vier Wochen zuletzt vollständig geimpft. Anzumerken ist, dass fast neun von zehn Personen in dieser Altersgruppe vollständig geimpft sind.

Bei den 18- bis 59-Jährigen waren 15,3 Prozent der Intensivpatienten vollständig geimpft, der Großteil der Schwerkranken dieser Altersgruppe war ungeimpft. Unvollständig Geimpfte wurden in diese Berechnung nicht einbezogen.

Das RKI beobachtet, dass die Impfwirksamkeit mit der Zeit abnimmt. „Dies betrifft vor allem die Wirksamkeit gegen eine symptomatische Infektion und noch deutlicher die Altersgruppe ab 60 Jahren.“ Weiterhin kann bei vollständig geimpften Personen aller Altersgruppen von einem sehr guten Impfschutz gegen eine schwere Erkrankung ausgegangen werden.

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