Dienstag, Dezember 6, 2022
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Vor Beginn des Krieges in der Ukraine: Johnson – Semaphor bevorzugte die Kapitulation von Kiew

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Nach Ansicht des ehemaligen britischen Premierministers Johnson hätte die Bundesregierung vor Kriegsbeginn eine schnelle Kapitulation der Ukraine bevorzugt. Diese Vision war katastrophal.

Nach Angaben des ehemaligen britischen Premierministers Boris Johnson forderte die Bundesregierung vor Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine die rasche Kapitulation des umkämpften Landes. Johnsons Äußerungen sorgten am Mittwoch für Aufsehen.

„Die deutsche Ansicht war einmal, dass, wenn (der russische Angriff; Anm. d. Red.) passiert wäre, was ein Desaster gewesen wäre, es besser gewesen wäre, wenn alles schnell vorbei wäre und die Ukraine kapituliert hätte“, zitierte der US-Sender CNN den ehemaligen Premierminister Sprichwort.

„Aber ich kann verstehen, warum sie so gedacht und gefühlt haben.“ Deutschland habe dafür „alle möglichen triftigen wirtschaftlichen Gründe“ angegeben.

Regierungssprecher Steffen Hebestreit wies Äußerungen von Boris Johnson zur deutschen Ukraine-Politik rundweg zurück. Kanzlersprecher Olaf Scholz (SPD) erklärte die Vorwürfe auf Englisch: „Das ist kompletter Unsinn.“

Bundeskanzler Olaf Scholz und die Bundesregierung insgesamt haben sich für große Waffenlieferungen an die Ukraine entschieden, „die Fakten sprechen also gegen diese Hypothese“.

Die Aussagen machte Boris Johnson nach Angaben des Senders am Montag in einem Gespräch mit CNN-Moderator Richard Quest in Lissabon. Ein größeres Publikum erreichten sie aber erst am Mittwoch.

Der ehemalige Ministerpräsident, der während des Krieges mehrmals nach Kiew gereist war, sagte, der russische Aufbau an der ukrainischen Grenze sei ein Schock gewesen. „Wir konnten sehen, dass die Zahl der russischen taktischen Bataillonsgruppen zunahm, aber verschiedene Länder hatten sehr unterschiedliche Ansichten“, sagte Johnson.

Vor dem russischen Angriff befürchteten viele westliche Regierungen, dass die Ukraine aufgrund der Übermacht des russischen Militärs innerhalb weniger Tage besiegt werden könnte.

Der ehemalige Premierminister kritisierte auch Frankreich und Italien für ihre Haltung vor Ausbruch des Krieges. Mit dem russischen Angriff am 24. Februar hätten sich die Meinungen jedoch geändert, betonte Johnson.

„Was passiert ist, war, dass alle – Deutsche, Franzosen, Italiener, alle (US-Präsident) Joe Biden – sahen, dass es einfach keine Option gab. Weil man mit diesem Typen nicht verhandeln konnte“, sagte Johnson und sah den russischen Präsidenten an Wladimir Putin. „Das ist der Punkt.“ Johnson lobte insbesondere die Reaktion der EU als „brillant“.

In unserem Live-Blog finden Sie jederzeit die neuesten Nachrichten über Russlands Angriff auf die Ukraine:

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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