Mittwoch, Dezember 7, 2022
StartNACHRICHTENWaffensystem aus der Slowakei Lambrecht verspricht der Ukraine mehr Haubitzen

Waffensystem aus der Slowakei Lambrecht verspricht der Ukraine mehr Haubitzen

- Anzeige -


Die selbstfahrende Haubitze Zuzana ist das Flaggschiffprodukt der slowakischen Verteidigungsindustrie. In Zusammenarbeit mit Dänemark, Norwegen und Deutschland will das Nato-Land 16 solcher Waffensysteme an die Ukraine liefern. Das versichert Verteidigungsministerin Lambrecht.

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht hat für das kommende Jahr die Lieferung von 16 slowakischen Panzerhaubitzen in die Ukraine angekündigt. Die Anlagen vom Typ Zuzana würden in der Slowakei produziert und gemeinsam mit Dänemark, Norwegen und Deutschland finanziert, sagte die SPD-Politikerin der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ am 24. Februar nach der Rückkehr von ihrer ersten Ukraine-Reise seit Kriegsbeginn. Die entsprechenden Produktionsstätten seien in der Slowakei vorhanden, sagte Lambrecht. „Das zeigt, wie wichtig es ist, solche Möglichkeiten immer gemeinsam mit Partnern auszuloten und dann umzusetzen“, ergänzte der Minister.

Die Haubitze Zuzana ist das Flaggschiffprodukt der slowakischen Verteidigungsindustrie und das einzige schwere Waffensystem, das im Land hergestellt wird. Laut Hersteller kann es alle Arten von 155-mm-NATO-Munition verschießen. Das Ministerium bezifferte den Gesamtwert der Beschaffung auf 92 Millionen Euro, wobei die drei Länder sie zu gleichen Teilen finanzieren.

Bei ihrem Besuch hatte Lambrecht der Ukraine zugesichert, dass die erste Einheit des Luftverteidigungssystems IRIS-T SLM schnell in die Ukraine geliefert werde. Deutschland will der Ukraine zunächst vier der jeweils 140 Millionen Euro teuren Systeme zur Verfügung stellen. Die Finanzierung für drei weitere Systeme ist gesichert.

Lambrecht, die bei ihrem eintägigen Besuch in Odessa aufgrund von Luftangriffen und der Bedrohung durch Raketen und Drohnen zweimal in Bunkern Schutz suchen musste, betonte die Bedeutung der Luftverteidigung für die Ukraine. Luftalarm gehöre für die Menschen dort zum Alltag, sagte sie der ARD. „Es zeigt, wie sehr sie gequält, wie sehr sie eingeschränkt und wie sehr sie belastet sind.“ Der Minister betonte: „Deshalb ist es so wichtig, die Luftverteidigung der Ukraine gerade jetzt zu unterstützen, damit diese Angriffe bekämpft werden können.“ Die Bundesregierung wird sich weiter im Kampf gegen Drohnen engagieren.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
ZUGEHÖRIGE ARTIKEL

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Anzeige

Am beliebtesten

Letzte Kommentare