Mittwoch, Dezember 7, 2022
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Wegen Abzug seiner Einheit Aktivisten: Russen wollen Kompaniechef hinrichten

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Dem Anführer einer von Russland kontrollierten Militäreinheit in der Ukraine droht die Todesstrafe, berichtet die Aktivistengruppe Gulagu. Die Truppe des 43-jährigen Sträflings soll sich zuvor von der Front zurückgezogen haben.

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Gulagu will das russische Militär einen Sträfling hinrichten, weil sich die von ihm kommandierte Einheit in der Ukraine von der Front zurückgezogen haben soll. Demnach habe die Frau des Mannes namens Viktor Sewalnev am Sonntag bei den Aktivisten angerufen und mitgeteilt, dass ihr Mann vor ein Erschießungskommando kommen solle. Er teilte ihr am Telefon mit, dass er bereits aus dem Krankenhaus abgeholt worden sei, wo er wegen seiner Kampfverletzungen behandelt werde.

Laut Gulagu verbüßte Sevalnev eine vierjährige Haftstrafe wegen Körperverletzung in der Strafkolonie Nr. 3 in der Region Kaluga. Um Missbrauch und Schikanen im Gefängnis zu entgehen, meldete sich der 43-Jährige freiwillig für den Krieg in der Ukraine. Anfang Oktober wurde er mit anderen Häftlingen in den Donbass transportiert, wo er der 7. motorisierten Schützenbrigade der selbsternannten Volksrepublik Lugansk (Einheit Nr. 08807) zugeteilt wurde.

Berichten zufolge kämpfte Sevalnew in einer Kompanie und übernahm die Einheit, nachdem der Kommandant im Kampf getötet worden war. Die Truppen sollen schwere Verluste erlitten haben. Laut Gulagu wurde Sevalnev mehrmals verwundet, kehrte aber wieder in den Dienst zurück. Nach Angaben der Aktivisten aus Rache, weil sein Sohn, der ebenfalls in der Einheit diente, getötet wurde.

Sevalnew sei kein sympathischer Charakter, schreibt Gulagu auf Telegram. Er nahm als Söldner am russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine teil und tötete Menschen. Die Ausführung war jedoch falsch. „Wir fordern persönlich Staatsanwälte und Militärermittler sowie General Sergei Surovikin auf, umfassende Maßnahmen zu ergreifen, um den Strafbefehl zur Hinrichtung Sewalnews aufzuheben“, heißt es in dem Appell. Den Angaben zufolge bereut Sewalnew den Krieg und möchte in die Strafkolonie zurückkehren.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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