Mittwoch, Dezember 7, 2022
StartNACHRICHTENWegen Protesten im Iran greifen Revolutionsgarden kurdische Stellungen im Irak an

Wegen Protesten im Iran greifen Revolutionsgarden kurdische Stellungen im Irak an

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Seit mehr als zwei Monaten herrscht im Iran Unruhe. Das Mullah-Regime beschuldigt unter anderem iranisch-kurdische Exilgruppen im Nordirak und geht wie üblich gegen sie vor: Bombardierung ihrer Stützpunkte.

Der Iran hat in der Nacht erneut iranisch-kurdische Oppositionsgruppen im Nordirak angegriffen. „Die Revolutionsgarden haben erneut iranisch-kurdische Parteien bombardiert“, teilte der Anti-Terror-Dienst der Autonomen Region Kurdistan im Irak mit, ohne Angaben zu möglichen Opfern zu machen. Die Demokratische Partei Iranisch-Kurdistans (PDKI) und die nationalistische iranisch-kurdische Organisation Komala sagten, die iranischen Angriffe seien gegen sie gerichtet gewesen.

Diese „wahllosen Angriffe“ finden zu einer Zeit statt, in der „das iranische Terrorregime“ die anhaltenden Proteste im iranischen Kurdistan nicht stoppen kann, sagte die PDKI auf Twitter. Die irakische staatliche Nachrichtenagentur INA berichtete auch über „iranische Raketenbeschuss- und Drohnenangriffe“ auf „drei iranische Oppositionsparteien in Kurdistan“ im Irak.

Teheran hatte vor einer Woche mit Raketen und Drohnen Gruppen in der irakischen Region Kurdistan angegriffen, die sie als „terroristisch“ eingestuft hatte. Teheran wirft iranisch-kurdischen Exilgruppen im Nordirak vor, die landesweiten Proteste im Iran angeheizt zu haben. Seit dem Tod des jungen Kurden Mahsa Amini unterstützen kurdische Organisationen die Proteste im Iran und prangern die Gewalt gegen Demonstranten an.

Die junge Frau wurde am 13. September von der Sittenpolizei in Teheran festgenommen, weil sie angeblich ihr Kopftuch nicht richtig trug. Sie starb kurze Zeit später im Krankenhaus. Aktivisten werfen der Polizei vor, Amini missbraucht zu haben. Seit dem Tod der jungen Frau haben viele Landsleute ihrem Ärger öffentlich Luft gemacht, Tausende gingen auf die Straße. In den Kurdengebieten Irans, zuletzt in der Stadt Mahabad, geht der Sicherheitsapparat hart gegen Demonstranten vor.

Die Revolutionsgarden sind die Eliteeinheit der Streitkräfte im Iran und weitaus wichtiger als die klassische Armee. Sie berichten direkt an den obersten Führer des Landes, Ayatollah Ali Khamenei, der in allen strategischen Angelegenheiten das letzte Wort hat.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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