Donnerstag, Januar 20, 2022
StartNACHRICHTENWenig Optimismus nach dem Gipfel Russland verlegt Helikopter an die ukrainische Grenze

Wenig Optimismus nach dem Gipfel Russland verlegt Helikopter an die ukrainische Grenze

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Die USA und mehrere Europäer warnen Russland vor einer Invasion in die Ukraine. Der Kreml zieht weiter Truppen an die Grenze zur Krim – und nun immer mehr Fahrzeuge und Flugzeuge. Allerdings hängt eine russische Invasion auch von den Temperaturen ab.

Nachdem die Krisengespräche mit den USA keinen Durchbruch brachten, verlagert Russland nun schweres Gerät an die ukrainische Grenze. Dort sollen einem Bericht der „New York Times“ zufolge Kampfflugzeuge, Transporthubschrauber und Helikopter stationiert gewesen sein. Der Kreml hatte zuvor fast 100.000 russische Soldaten an der ukrainischen Grenze stationiert.

Dem Bericht zufolge wären die Kampfjets und Hubschrauber ein wichtiger Aktivposten, falls Russland eine Invasion starten sollte. Die Ukraine forderte kürzlich „massive militärische Unterstützung“ von Deutschland. Dem Bericht zufolge ist das Zeitfenster von Wladimir Putin begrenzt und von den Temperaturen abhängig. Für eine schnelle Offensive brauchten die russischen Fahrzeuge gefrorenen Boden, die frühlingshaften Temperaturen ab März würden vielerorts „matschige Sümpfe“ schaffen. Der milde Winter hat das Gefrieren des Bodens bisher verlangsamt, erst im Februar sollen die Temperaturen wieder sinken.

Die USA und mehrere Europäer warnen vor einer Invasion der Ukraine. Russland, das 2014 die ukrainische Halbinsel Krim annektierte, hat Invasionspläne dementiert. Während die USA den Abzug russischer Truppen von der Grenze fordern, besteht Russland darauf, dass die Nato verspricht, die Ukraine nicht in das Militärbündnis aufzunehmen und nicht weiter nach Osten zu expandieren.

Die erste Gesprächsrunde mit den USA über die von Moskau geforderten Sicherheitsgarantien habe noch kein vollständiges Bild darüber gegeben, „wo wir bei den Amerikanern stehen“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in Moskau nach Angaben der Agentur Interfax. „In den nächsten Tagen werden Sie verstehen, in welche Richtung Sie sich bewegen und ob es Sinn macht.“

In Genf trafen sich am Montag Vertreter Russlands und der USA. Auch nach mehrstündigen Gesprächen kam es in der Ukraine-Krise zu keiner Annäherung. Am Mittwoch soll es bei den Gesprächen zwischen Russland und der Nato in Brüssel auch um einen möglichen Truppenabzug gehen. Russlands Chefunterhändler ist der stellvertretende Außenminister Alexander Gruschko. „Wir werden eine konkrete und substanzielle Antwort auf den russischen Entwurf eines Sicherheitsabkommens suchen“, sagte er. Peskow warnte erneut davor, die Gespräche in die Länge zu ziehen. Aber es gibt keinen Zeitrahmen. „Nein, es gibt keine klare Frist.“ Nach Gesprächen mit der NATO sind für Donnerstag Gespräche bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Wien geplant.

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