Sonntag, Januar 23, 2022
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Wenn Russland den Hahn zudreht, prüfen die USA Notfallpläne für Europas Gaslieferungen

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Geheimdienste befürchten einen russischen Angriff auf die Ukraine. Gaslieferungen sind ein Druckmittel, viele EU-Staaten sind auf Moskau angewiesen. Die USA haben nun mit Energiekonzernen Alternativen diskutiert.

Im Ukraine-Konflikt mit Russland hat die US-Regierung Insidern zufolge mit Energiekonzernen Notfallpläne für Gaslieferungen nach Europa ausgelotet. Laut Industrie- und Regierungskreisen haben Beamte des Außenministeriums mit den Unternehmen über Kapazitäten für höhere Liefermengen gesprochen, falls die russischen Gaslieferungen unterbrochen werden sollten. Auch eine Verschiebung von Wartungsarbeiten wurde diskutiert, um die Gasproduktion hoch zu halten.

Ein Verlust großer Mengen aus Russland sei nur schwer zu ersetzen, hatten die Unternehmen mit Verweis auf die weltweit knappen Gasvorräte erklärt. Welche Firmen angesprochen wurden, war zunächst nicht bekannt. Die Europäische Union (EU) bezieht rund ein Drittel ihres Gasbedarfs aus Russland. US-Sanktionen gegen Russland könnten Lieferungen beeinträchtigen.

Ein Sprecher des US National Security Council lehnte es ab, sich zu den Gesprächen zu äußern. Er bestätigte jedoch, dass die Notfallplanung im Gange sei. Eine Sondierung der Auswirkungen möglicher Maßnahmen ist gängige Praxis. Dies zeigt die Entschlossenheit der USA, entschlossen zu handeln.

Russland hat rund 100.000 Soldaten an der Grenze zur Ukraine zusammengezogen. Der Westen befürchtet eine Invasion, die Regierung in Moskau dementiert solche Pläne. Stattdessen geht es Russland um Sicherheitsgarantien.

Präsident Wladimir Putin fordert von der Nato unter anderem eine Zusage, dass die Ukraine nicht in das transatlantische Militärbündnis aufgenommen wird. Die Allianz lehnt dies kategorisch ab. Mehrere Gesprächsrunden in der vergangenen Woche blieben ergebnislos. Im Rahmen der diplomatischen Bemühungen zur Lösung der Krise wird Bundesaußenministerin Annalena Baerbock am Montag zu Gesprächen in die Ukraine und am Dienstag nach Russland reisen.

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