Dienstag, September 27, 2022
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"West muss standhaft bleiben" Melnyk sieht Putin am Rande des Zusammenbruchs

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Mit einer Teilmobilmachung will der russische Präsident Stärke zeigen. Für den ukrainischen Botschafter läutet Putin das Ende seines Lebens ein. Während Melnyk für Russland die Stunde Null herannahen sieht, fordert er von Bundeskanzler Scholz Standhaftigkeit.

Der scheidende ukrainische Botschafter in Deutschland, Andriy Melnyk, sieht die von Russlands Präsident Wladimir Putin angekündigte Teilmobilmachung als Rückzugsgefecht. „Alle Putins Tiraden, einschließlich der Teilmobilisierung, sind nichts anderes als eine weitere Bankrotterklärung Russlands als Militärmacht“, sagte Melnyk dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) und fügte hinzu: „Das ist aber auch der selbsternannte Beginn der Untergang dieses kränkelnden chauvinistischen Regimes.“

Damit habe Putin selbst erklärt, das imperialistische Russland sei ein Riese auf tönernen Füßen, so Melnyk weiter. Die Teilmobilisierung wird weder eine Befreiung auf dem Schlachtfeld ermöglichen noch die kriminelle Clique in Moskau vor der Implosion retten. Im Gegenteil, laut Melnyk sei dies eine neue Gelegenheit für die russische Gesellschaft, dem Kreml-Tyrannen „Njet, chwatit“ (z. B. „genug“ oder „genug ist genug“) zu sagen.

„Russland muss ähnlich wie das Dritte Reich im Mai 1945 seine Stunde Null erleben, um als Mitglied der zivilisierten Welt neu durchstarten zu können“, erklärte der ukrainische Diplomat und warnte den Westen vor einem Flirt mit Putins Regime: jegliche Kompromisse mit den faschistischen Kremlbanden würden im Sande verlaufen.

„Angesichts der Verzweiflung Putins und seiner Drohungen mit dem Einsatz von Atomwaffen sollten sich die deutsche Gesellschaft und die Ampelregierung nicht einschüchtern lassen“, betonte Melnyk. Man muss einen klaren Kopf bewahren und noch entschlossener agieren, um die Ukraine ohne Wenn und Aber militärisch zu unterstützen. Melnyk appellierte gegenüber dem RND an Bundeskanzler Olaf Scholz: „Bitte bleiben Sie standhaft, bitte wackeln Sie nicht wegen Putins Atomwaffenbluff, helfen Sie uns Ukrainern, russische Horden zu zerschlagen, geben Sie uns sofort deutsche Panzer, zeigen Sie endlich Führung!“

Noch deutlicher wurde Melny in einem Interview mit den Funke-Zeitungen: Die „Wütende Rede“ des russischen Präsidenten Wladimir Putin „mit wiederholten atomaren Drohungen ist eine fette Anerkennung der Ampelregierung und der Bundeskanzlerin für ihre stets viel zu ängstliche und zaghafte Waffenlieferungspolitik in die Ukraine“, sagte Melnyk. Die Bundesregierung solle „sofort alles schwere Kriegsgerät liefern, das möglich ist“. Deutschland solle zudem „ein breites europäisches Bündnis von Gleichgesinnten anführen, um unverzüglich einen bedeutenden Teil von 2.000 Leopard-2-Panzern an die ukrainische Armee zu übergeben“, sagte der Botschafter.

Leo V.
Leo V.
Ich arbeite seit ca. 4 Jahren als Redakteurin in Bereichen wie Politik, Unterhaltung, Technik und Sport. Sie können an theaktuellenews@hotmail.com schreiben, um mich zu erreichen.
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